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VDM News

MusikWald.Schleswig-Holstein

Bundesweit erstmalig wird mit dem Vorhaben „MusikWald.Schleswig-Holstein“ ein neues Outdoor-Bildungsangebot fĂŒr Elementare Musikalische Bildung an öffentlichen Musikschulen konzipiert und erprobt. Mit diesem innovativen Projekt sollen AnsĂ€tze der Elementaren MusikpĂ€dagogik mit denen der WaldpĂ€dagogik verbunden werden – mit dem Ziel, musikpĂ€dagogischer Arbeit mit Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren eine neue Facette zu geben. Der Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein startet ab Juli 2021 gemeinsam mit den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, dem Nordkolleg Rendsburg und der Musikhochschule LĂŒbeck mit dem auf zwei Jahre angelegten Projekt „MusikWald.Schleswig-Holstein“. Das Vorhaben wird mit Mitteln der Bingo!-Projektförderung in Schleswig-Holstein und des Ministeriums fĂŒr Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

 

„DarĂŒber, dass die Mittelgeber den Mut und das Vertrauen haben, mit uns diesen neuen Weg zu gehen, freue ich mich sehr. Mit den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, der Musikhochschule LĂŒbeck und dem Nordkolleg Rendsburg haben wir starke und kompetente Projektpartner gewonnen”, so Rhea Richter, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Landesverbandes der Musikschulen in Schleswig-Holstein.  Unter den Maßnahmen zur EindĂ€mmung der Verbreitung des Coronavirus haben die Musikschulen und ihre SchĂŒler sehr gelitten. Der Lockdown und andere UnterrichtseinschrĂ€nkungen, durch denen monatelang das gemeinsame Singen und der Gebrauch diverser Instrumente im Rahmen von Gruppenunterricht in geschlossen RĂ€umen untersagt war, hat viele an die Grenze der Belastbarkeit gefĂŒhrt. Aus dieser Notlage ist die Idee eines neuen Bildungsangebotes entstanden, das zukĂŒnftig Kurse der Elementaren MusikpĂ€dagogik in der Natur ermöglichen soll. “Wir haben aus der Pandemie gelernt und wollen unsere Musikschularbeit innovativ aufstellen”, ergĂ€nzt Richter. Bei dem Projekt „MusikWald.Schleswig-Holstein“ geht es darum, Kernelemente der Elementaren MusikpĂ€dagogik mit Elementen der WaldpĂ€dagogik professionell zu vereinen und ein neues Angebot zu entwickeln, das ĂŒberwiegend draußen stattfinden kann und ĂŒber die bloße Mitnahme von Instrumenten in die Natur hinausgehen soll. Vielmehr sollen Synergien der beiden pĂ€dagogischen AnsĂ€tze gefunden und neue Methoden entwickelt werden.

 

Bundesweit wurde ein derartiges Vorhaben im Verband deutscher Musikschulen noch nicht flĂ€chendeckend umgesetzt, sodass das Projekt „MusikWald.Schlewig-Holstein“ eine Vorreiterrolle einnimmt. Wesentlicher Bestandteil des Projektes ist es, dass jede der 22 öffentlichen Musikschulen in Schleswig-Holstein, an denen jĂ€hrlich knapp 10.000 Kinder elementare musikpĂ€dagogische Angebote nutzen, die Möglichkeit bekommt, diese innovativen Unterrichtsformen in ihrem Angebotsportfolio zu etablieren. DafĂŒr werden Weiterbildungsmaßnahmen konzipiert, die im FrĂŒhjahr 2022 MusikschullehrkrĂ€ften dazu befĂ€higen sollen, konkrete MusikWald-Unterrichtsmethoden zu entwickeln. Die Konzeptions- und Weiterbildungsphase des Projektes wird von Marno Schulze, Professor fĂŒr Elementare MusikpĂ€dagogik an der Musikhochschule LĂŒbeck, geleitet.  Die Erprobung der erarbeiteten Unterrichtsmethoden findet im Anschluss an die Weiterbildung in Zusammenarbeit mit ausgebildeten WaldpĂ€dagogen statt.

Parallel zu der Weiterbildungs- und Erprobungsphase des Projektes solle ein ĂŒberregionales Kommunikationsnetzwerk errichtet werden, welches die Möglichkeit biete, Erfahrungen im neuen Bildungszweig zu teilen und Ideen zu diskutieren, teilte Richter mit. Auch PĂ€dagogen, die nicht direkt an dem Projekt beteiligt seien, könnten sich hier mit der MusikWald-PĂ€dagogik auseinandersetzen. Die Ergebnisse des Vorhabens wĂŒrden so bundesweit ĂŒbertragbar werden.

Schüler haben begeistert komponiert ? der Podcast zum Projekt ?Digitales Musizieren mit iPads?

 
 

Die Oldesloer Musikschule fĂŒr Stadt und Land e.V. hat sich zusammen mit vielen Kolleginnen und Kollegen auf den Weg gemacht, neue digitale Angebote zu schaffen.

 

 
 

Die Projektidee „Digitales Musizieren mit iPads“ entstand Mitte Februar 2021 und ging einher mit der Frage an einige LehrerkrĂ€fte, ob sie Lust hĂ€tten, an einem Projekt mitzuwirken, bei dem unter Zuhilfenahme von Apps und Aufnahmetechnik eine Komposition entstehen beziehungsweise experimentiert werden konnte.

Der Musikschule ging es darum, mit Spaß und Begeisterung dieses neue digitale Instrument „iPad“ erforschen zu k

 

önnen. Es entstanden sogenannte Musik-Tandems, bei denen richtig komponiert und in gemeinsamer Unterrichtsarbeit mit LehrerkrĂ€ften und SchĂŒlern mit digitalen und analogen Mitteln experimentiert Schlagzeug, die Gesangsstimme, das Klavier und

 
 

das iPad. Die Herangehensweisen an den Song-Entstehungsprozess waren sehr kreativ und verschieden: Inspiration aus Natur und Wetter bis hin zu dem Ausdruck der eigenen GefĂŒhls- und Erfahrungswelt waren die Triebfedern fĂŒr die Songentstehung. Neben dem Erlangen von Wissen und Knowhow, wie mit der App Garageband aufgenommen werden kann, bereitete es allen viel Freude und alle konnten wirklich etwas von diesem Projekt mitnehmen.

 

Hier geht es direkt zum Podcast:

https://soundcloud.com/user-470325159-801620862/ipad-digitalesmusizieren-podcast-v2?utm_source=clipboard&utm_campaign=wtshare&utm_medium=widget&utm_content=https%253A%252F%252Fsoundcloud.com%252Fuser-470325159-801620862%252Fipad-digitalesmusizieren-podcast-v2

 

Die Musikschule plant nun die Einrichtung eines neuen Faches „Producing & Songwriting“, bei welchem Musikproduktion belegt werden kann, und den Beginn eines neuen Digitalensembles, bei dem die digitalen EndgerĂ€te wie iPads als Musikinstrumente erforscht werden.

 

 

Bayerische Verfassungsmedaille für Robert Wagner

Robert Wagner, Leiter der Musikschule FĂŒrth und Vorsitzender des VdM-Fachausschusses Inklusion, wurde am 25. Juni 2021 im Bayerischen Landtag in MĂŒnchen die Bayerische Verfassungsmedaille verliehen.

 

 
Robert Wagner und LandtagsprÀsidentin Ilse Aigner. Foto: Rolf Poss

In ihrer Laudatio sagte LandtagsprĂ€sidentin Ilse Aigner: "Die Bayerische Verfassungsmedaille ist die höchste Auszeichnung, die der Bayerische Landtag vergibt. Wir verleihen sie an Vorbilder, an Persönlichkeiten, die sich besonders um die Verfassung des Freistaates verdient gemacht haben. An Frauen und MĂ€nner, die vorangehen, die Verantwortung leben und vorleben, die das Ich zurĂŒck und andere in den Mittelpunkt stellen. Diese Menschen verdienen besonderen Dank, Hochachtung – und Aufmerksamkeit. (...) Lieber Herr Wagner, einfach teilhaben, dafĂŒr stehen Sie als Lehrer, Musiker und Schulleiter der Musikschule FĂŒrth. (...) Als PĂ€dagoge wissen Sie: Werteerziehung, Persönlichkeitsentwicklung und soziale Kompetenzen, darauf kommt es an. Inklusion ist fĂŒr Sie eine Frage der Haltung und eine Chance fĂŒr alle."

 

Da an der Verleihung keine GĂ€ste teilnehmen durften, gibt es die Aufzeichnung der Veranstaltung auf YouTube zu sehen (ab 2:25:30): https://www.youtube.com/watch?v=LwZ2tfpMSb0

 

Lesen Sie auch: 

"Goldene Stimmgabel des VdM fĂŒr Robert Wagner. Besondere Auszeichnung fĂŒr den Vorsitzenden des VdM-Fachausschusses Inklusion"

VdM-Fachausschuss Inklusion und "Spektrum Inklusion"

 

Informationen zur Musikschule FĂŒrth: https://www.musikschule-fuerth.de/

#SchlussMitPause: Am 21. Juni wird der Tag der Musik gefeiert

 
Foto: Deutscher Musikrat/Pornpak_Khunatorn

Nach ĂŒber einem Jahr der pausierenden Live-KlĂ€nge kehrt die Musikszene allmĂ€hlich zurĂŒck. Und so wird am diesjĂ€hrigen Tag der Musik, 21. Juni 2021, Musik endlich wieder hör- und erlebbar. Die Musikszene ist mehr als bereit und hat die Pause zur kreativen Weiterentwicklung genutzt: Musik ebenso wie Zuhörer und Musikbegeisterte. Positive Zeichen des Aufbruchs gibt es zahlreich, denn endlich können die Proben in der Amateurmusik in einigen LĂ€ndern wieder beginnen, die Musikfachhandlungen noch unter EinschrĂ€nkungen das nötige Equipment liefern und die Musikschulen schrittweise wieder in PrĂ€senz unterrichten.

Deshalb rufen der Deutsche Musikrat, die Society Of Music Merchants, der Verband deutscher Musikschulen und der Bundesverband der freien Musikschulen erstmals gemeinsam dazu auf, den ersten Tag der Musik nach der Live-Pause zu nutzen und Musik wieder in PrÀsenz erklingen zu lassen: #SchlussMitPause.

 

Hierzu Ulrich Rademacher, Bundesvorsitzender des VdM: „Über 14 Millionen Menschen in Deutschland musizieren aktiv, und fĂŒr noch viel mehr Menschen hat das Erleben von Musik, ihr Hören und Wahrnehmen, beglĂŒckende Momente und erfĂŒllende Kraft. Öffentliche Musikschulen schaffen mit jĂ€hrlich rund 1,5 Millionen SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern ZugĂ€nge zum Musizieren und zum Musik-Erleben - vom jĂŒngsten Lebensalter an und lebensbegleitend. Und diese ZugĂ€nge und Wege zur Musik zeigen sich in vielfĂ€ltigen Wirkungsfeldern: in Musikschulen selbst, aber auch in der Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen, allgemeinbildenden Schulen, Amateurmusik-Vereinen oder Fördereinrichtungen. Im ‘Tag der Musik‘ kann diese Vielfalt und Wirkungsbreite nach den EinschrĂ€nkungen durch die Pandemie sich nach und nach wieder zeigen: mit Musik kann Vieles wieder in Bewegung und zur Begegnung kommen, wieder klingen und Menschen zueinander fĂŒhren. Kinder können wieder mit allen Sinnen lernen, gestalten und sich ausdrĂŒcken. Musik kann wieder die Menschen unmittelbar erreichen und sie in Resonanz zu ihrer Lebenswelt bringen. Die Musik war in der Zeit der Pandemie und in der Gegenwart ihrer Folgen nie verstummt. Sie hat vielen Menschen viel Kraft gegeben. Jetzt gilt es aber, das aktive Musikmachen wieder in den Alltag zu holen, aus den Wohnungen auf die Straßen und PlĂ€tze, in die Schulen und die Kitas, in die Musikschulen und die Vereine, ins Konzert und auf die BĂŒhne. Der ‘Tag der Musik‘ soll uns allen ins Bewusstsein rufen, wie wichtig Musik fĂŒr menschliches Leben ist.“

 

Der Tag der Musik findet auf Initiative des Deutschen Musikrates seit 2009 jĂ€hrlich statt, seit 2019 immer am 21. Juni. Am Tag der Musik wird die Bedeutung der Musik fĂŒr unsere Gesellschaft unterstrichen und die Kulturelle Vielfalt gefeiert. Gleichzeitig eröffnen die AktivitĂ€ten rund um den Tag der Musik Interessierten auch neue ZugĂ€nge zur Welt der Musik. Die Initiative Tag der Musik wird von der Beauftragten der Bundesregierung fĂŒr Kultur und Medien und der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten gefördert. Als Medienpartner begleiten die ARD und Deutschlandfunk Kultur den Tag der Musik.

 

Weitere Informationen unter http://https://www.musikrat.de/musikpolitik/tag-der-musik

Bundeswettbewerb ?Jugend musiziert? vom 20. bis 26. Mai 2021 in Bremen und Bremerhaven

Der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ fĂŒr die Solo- und Duo-Kategorien findet in diesem Jahr pandemiebedingt als Videowettbewerb statt. Vom 20. bis 26. Mai werden die 140 Juroren die Wertungsvideos der mehr als 2.200 jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ĂŒber 1.700 Wertungen gemeinsam vor Ort in Bremen und Bremerhaven ansehen und vor allem anhören, in kollegialer Beratung bewerten und mit Sonderpreisen auszeichnen.

 

Mit JumuTV, dem Live-Stream auf der Youtube-Seite des Bundeswettbewerbs, soll das Wettbewerbsgeschehen vom 22. bis 26. Mai zu allen „Jugend musiziert“-Teilnehmern, LehrkrĂ€ften, Eltern, Begleitpersonen und Musikinteressierten nach Hause gebracht werden.

Das Projektteams des Bundeswettbewerbs und der Projektbeiratsvorsitzenden Prof. Ulrich Rademacher laden herzlich ein, JumuTV „einzuschalten“: https://www.youtube.com/channel/UCEpRduvZVC9Ffz-0iaUW9TA

 

Los geht es am 22. Mai mit dem BegrĂŒĂŸungskonzert der Bremer Philharmoniker live aus der Glocke Bremen, danach werden mehrmals tĂ€glich die Ergebnisse der verschiedenen Kategorien und Altersgruppen live aus dem JumuTV-Studio prĂ€sentiert. Außerdem können die Jugend musiziert-Teilnehmer spannende Workshops miterleben, bekommt Video-EindrĂŒcke aus den GastgeberstĂ€dten Bremen und Bremerhaven und hören herausragende Teilnehmerinnen und Teilnehmer des laufenden Bundeswettbewerbs – denn JumuTV sendet viele Ausschnitte aus Wertungsvideos des laufenden Wettbewerbs.

 

Das detaillierte Programm von JumuTV sowie einen Trailer dazu finden Sie hier:

https://www.jugend-musiziert.org/wettbewerbe/bundeswettbewerb/medien.html

 

Das Programmbuch zum 58. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" erscheint in KĂŒrze hier: https://www.jugend-musiziert.org/wettbewerbe/programmbuch-jugend-musiziert.html

 

 

 

 

Die öffentlichen Musikschulen in NRW leben kulturelle Vielfalt

Zum Welttag der kulturellen Vielfalt am 21. Mai veröffentlicht der Landesverband der Musikschulen den Kurzfilm „Vielfalt macht Spaß! gemeinsam – lebendig – unverzichtbar“ und zeigt, wie kulturelle Vielfalt an öffentlichen Musikschulen in NRW gelebt wird.

 

„Diskriminierung und Rassismus in unserer Gesellschaft erfordern jetzt und immer wieder, unsere Haltung zur kulturellen Vielfalt verstĂ€rkt zum Ausdruck zu bringen“, so Ruddi Sodemann, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbands der Musikschulen in NRW (LVdM). „Die öffentlichen Musikschulen haben sich auf der Grundlage der Potsdamer ErklĂ€rung des Verbandes deutscher Musikschulen im Jahr 2014 dazu bekannt, fĂŒr alle Menschen den Zugang zur musikalischen Bildung und zum gemeinsamen Musizieren zu ermöglichen, Ausgrenzungen und Barrieren abzubauen, kulturelle Vielfalt zu fördern und fĂŒr ein kreatives und respektvolles Klima an Musikschulen zu sorgen. Wir stehen fĂŒr Freude am gemeinsamen Musizieren mit allen Menschen, mit denen wir hier zusammenleben.“

 

In den öffentlichen Musikschulen in NRW wird kulturelle Vielfalt gelebt – sowohl im tĂ€glichen Unterricht als auch durch besondere Initiativen. Dazu zĂ€hlen beispielsweise der Unterricht fĂŒr Instrumente, wie u.a. Bağlama (Langhalslaute), die neu in den Kanon der Musikschulen aufgenommen werden, oder die Projekte mit GeflĂŒchteten im Rahmen von Heimat: Musik.

 

Dass kulturelle Vielfalt fĂŒr alle Menschen eine große Bereicherung ist, stellt der LVdM in seinem Kurzfilm „Vielfalt macht Spaß!“ dar. Hier geben MusikschĂŒlerinnen und MusikschĂŒler aus NRW ihr persönliches Statement ab: FĂŒr sie sind Musikschulen ein Ort, an dem kulturelle Vielfalt ihren Platz hat.
Den Kurzfilm ist veröffentlicht unter https://youtu.be/AI5F3R6GCy8

 

 

Öffnung fĂŒr alle Musikkulturen

Der Landesverband der Musikschulen in NRW fördert seit vielen Jahren die Öffnung der Musikschulen fĂŒr alle Musikkulturen der Welt. Die zentrale Initiative ist derzeit Heimat: Musik zu Angeboten mit GeflĂŒchteten an Musikschulen in NRW: An öffentlichen Musikschulen werden Projekte mit einer unbĂŒrokratischen, einfachen Förderstruktur unterstĂŒtzt, ĂŒber 2.000 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler nehmen an circa 150 Projekten teil und können in Chören, Kleingruppen und Ensembles miteinander musizieren – in Bands, interkulturellen Ensembles, in musikalisch begleiteten Sprachkursen, HipHop-Gruppen, in der Musikalischen FrĂŒherziehung oder der Kita. Daneben werden auch Fortbildungen, Workshops, Austauschplattformen und Fachtage zur interkulturellen Arbeit mit GeflĂŒchteten angeboten. Insgesamt hat das Land NRW seit dem Start von „Heimat: Musik“ im Jahr 2016 bis heute ĂŒber 2 Millionen Euro Fördergelder bereitgestellt.

Zudem engagiert sich der Landesverband der Musikschulen in weiteren Initiativen der kulturellen Vielfalt, wie beim „Runden Tisch DiversitĂ€t“ oder in der Partnerinitiative des Landes „Interkulturelle Öffnung als Erfolgsfaktor – NRW stĂ€rkt Vielfalt!“.

Verlorene Jahrgänge durch verpasste Zeitfenster

Welche Folgen der Corona-Pandemie sind fĂŒr die Arbeit der Musikschulen sichtbar und zu erwarten? Hierzu hat der Verband deutscher Musikschulen (VdM) im FrĂŒhjahr 2021 seine Mitglieder befragt.

 

Durch frĂŒhzeitig mit den örtlichen Behörden abgestimmte Hygienekonzepte konnten annĂ€hernd alle öffentlichen Musikschulen einen großen Teil des Unterrichts sicher gestalten und PrĂ€senzunterricht ermöglichen. Aufgrund der angeordneten lange andauernden Schließungen vermelden jedoch fast 30 Prozent der Musikschulen Abmeldungen von SchĂŒlern, andere rechnen damit in der Zukunft. Durch kontinuierlichen Online-Unterricht konnten SchĂŒlerzahlen aber auch vielfach aufrechterhalten und mancherorts sogar gesteigert werden. 68 Prozent der Musikschulen beobachten einen RĂŒckgang der Neuanmeldungen besonders im Bereich der Elementaren MusikpĂ€dagogik oder des Gruppenunterrichts, wo der Einstieg per Online-Unterricht nicht praktikabel und attraktiv genug ist oder keine Werbemöglichkeiten bestehen. Hinzu sind meist erschwerte ZugĂ€nge fĂŒr Musikschulen zu ĂŒblicherweise genutzten RĂ€umen allgemeinbildender Schulen gekommen.

 

Dazu der VdM-Bundesvorsitzende, Ulrich Rademacher: „Trotz eines enormen Digitalisierungs-Aufbruchs sind die Folgen dramatisch, die durch verpasste Chancen entstehen, im entscheidenden Zeitfenster nicht mit Musik infiziert zu werden. Gerade bildungsbenachteiligte Kinder, die ohne ein musikalisches familiĂ€res Umfeld aufwachsen, finden ohne den Erstkontakt im Rahmen der Elementaren Musikerziehung kaum Anreize, ein Instrument spielen oder singen lernen zu wollen. Auch die Orientierungsmöglichkeiten fĂŒr deren Eltern fehlen oft in Corona-Zeiten.“

 

FĂŒr den Online-Unterricht sind noch immer nicht alle Musikschulen zufriedenstellend gerĂŒstet. So verfĂŒgt ĂŒber die HĂ€lfte der MusikschulgebĂ€ude gar nicht oder nur zum Teil ĂŒber stabile LAN- oder WLAN-Verbindungen. Auch fehlen oftmals dienstliche digitale EndgerĂ€te fĂŒr die LehrkrĂ€fte.

 

Die EinnahmeausfĂ€lle infolge von COVID 19 belaufen sich durchschnittlich auf rund 67.000 Euro pro Musikschule durch GebĂŒhrenrĂŒckerstattungen, EinnahmeausfĂ€lle von Kooperationspartnern, Veranstaltungen und entgangenen Projektfördermitteln. Kompensiert wurde dies zumeist durch die jeweilige Kommune als TrĂ€ger der Musikschule. Auch Hilfsprogramme der LĂ€nder wurden vielfach genutzt, die jedoch nicht immer als hilfreich bewertet wurden. Mittel des Bundes konnten von vielen Schulen gar nicht erst beantragt werden, da hier kaum ein Förderprogramm fĂŒr Musikschulen anwendbar war und lediglich „Kurzarbeit“ in Frage kam: Fast 33 Prozent der Musikschulen nahmen die Möglichkeit von „Kurzarbeit“ fĂŒr Mitarbeiter in Anspruch.

 

Hinzu sind pandemiebedingte Mehrausgaben von durchschnittlich etwa 12.700 Euro pro Musikschule gekommen, verteilt auf Sach-, Personal- und Digitalausgaben. Von möglichen oder bereits sicheren Einschnitten bei den Zuwendungen der kommunalen TrĂ€ger und der LĂ€nder berichten ĂŒber 30 Prozent der Musikschulen, jedoch auch von Erhöhungen.

 

ExistenzgefĂ€hrdend bewerten nur knapp 6 Prozent der Musikschulen die Auswirkungen der Corona-Pandemie fĂŒr ihre Einrichtung, fast 60 Prozent sehen eine solche ultimative Situation nicht auf sie zukommen. FĂŒr einzelne LehrkrĂ€fte seien die Auswirkungen jedoch zu einem ĂŒberwiegenden Anteil ganz oder zumindest teilweise existenzgefĂ€hrdend. Unter den Musikschulen, die HonorarkrĂ€fte beschĂ€ftigen, erklĂ€rten 21 Prozent, das Honorar sei trotz Unterrichtsausfall weiter gezahlt worden, bei weiteren 21 Prozent wurde es zumindest teilweise gezahlt, aber in fast 33 Prozent der FĂ€lle blieb das Honorar aus. Viele geben hier an, dass keine HonorarkrĂ€fte beschĂ€ftigt werden: Corona hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig sozialversicherungspflichtige BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisse sind.

 

„Es wird einer gemeinsamen Anstrengung von Bund, LĂ€ndern und Kommunen bedĂŒrfen, Struktur und Angebote der Musikschulen angesichts der fĂŒr die Post-Corona-Zeit zu erwartenden Haushalts-EngpĂ€sse zu sichern“, betont Ulrich Rademacher.

?Digitale Agenda? in Sachsen-Anhalt

Um öffentliche Musikschulen in Sachsen-Anhalt fit fĂŒr die digitale Zukunft zu machen, fördert das Wirtschaftsministerium ein entsprechendes Projekt des Landesverbandes der Musikschulen Sachsen-Anhalt e.V. (LVdM) im Rahmen der „Digitalen Agenda“ mit 200.000 Euro. Dadurch können alle 20 LVdM-Einrichtungen mit entsprechender Technik ausgestattet werden; so werden u.a. alle fest angestellten LehrkrĂ€fte ein digitales EndgerĂ€t erhalten. DarĂŒber hinaus sollen im Rahmen einer Studie in Kooperation mit der Hochschule Magdeburg-Stendal vor Ort Workshops stattfinden, um den Einsatz digitaler Medien bei der musikpĂ€dagogischen Arbeit zu optimieren. Inklusive eines Eigenanteils von 50.000 Euro investiert der LVdM insgesamt 250.000 Euro.

 

Digitalisierungs-StaatssekretĂ€r Thomas WĂŒnsch hat den Förderbescheid ĂŒber 200.000 Euro am 5. Mai an LVdM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christian Reineke ĂŒberreicht. WĂŒnsch sagte: „In Corona-Zeiten spielt die Musik vor allem online. Die Pandemie stellt Musikschulen und -schĂŒler vor große Herausforderungen. Deshalb unterstĂŒtzen wir den Landesverband dabei, in die technische Basis fĂŒr digitalen Unterricht zu investieren und diesen an die musikpĂ€dagogischen BedĂŒrfnisse anzupassen. Von diesem Schritt in die digitale Zukunft werden die Musikschulen und deren UnterrichtsqualitĂ€t auch nach Corona profitieren.“

 

Reineke betonte: „Unser Ziel ist es, die Akteure an den Musikschulen zu vernetzen und ihre digitalen Kompetenzen zu stĂ€rken. Hierzu wird das Projekt inhaltlich durch Prof. Dr. Michael Herzog und seine Forschungsgruppe SPiRIT von der Hochschule Magdeburg-Stendal begleitet. Durch Ideen- und KreativwerkstĂ€tten sowie Vor-Ort-Workshops sollen die spezifischen Herausforderungen der einzelnen Musikschulen mit Blick auf Leitbild, Standort oder pĂ€dagogisch-didaktische Schwerpunkte berĂŒcksichtigt werden. Das Ergebnis wird dann in einer wissenschaftlichen Studie veröffentlicht.“

 

(Quelle:https://mw.sachsen-anhalt.de)

Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai

Am 5. Mai ist der Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Bereits seit 1992, also seit nunmehr 23 Jahren, veranstalten verschiedenste VerbĂ€nde und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai deutschlandweit den EuropĂ€ischen Aktions- und Protesttag der Menschen mit Behinderung. Der Protesttag fĂ€llt dabei nicht zufĂ€llig auf das gleiche Datum wie der Europatag, denn die Botschaft lautet „Ein einiges Europa fĂŒr alle Menschen“.

 

Auch der Verband deutscher Musikschulen (VdM) und seine Mitgliedschulen, die öffentlichen Musikschulen in Deutschland, vertreten die Leitidee einer inklusiven Gesellschaft, wie sie auch seit der Ratifizierung der UN-Konvention ĂŒber die Rechte von Menschen mit Behinderung im Jahre 2009 umzusetzen ist.

 

Musik mit Menschen mit Behinderung

 

Ein besonderes Programm stellt bei den öffentlichen Musikschulen im VdM die Arbeit mit Menschen mit Behinderung dar, die sich an den individuellen Möglichkeiten orientiert und somit eine ĂŒber das normale Maß hinausgehende Differenzierung erfordert. Ziel ist das gemeinsame ebenso wie das individuelle Musizieren. Die Arbeit in integrativen Gruppen steht hierbei gleichberechtigt neben behinderungsspezifischem Einzel- und Gruppenunterricht. Angebote fĂŒr Menschen mit Behinderung sind somit ein selbstverstĂ€ndlicher Teil des Auftrages öffentlicher Musikschulen.Weit mehr als jede zweite öffentliche Musikschule in Deutschland (63 Prozent) bietet Musikunterricht fĂŒr Menschen mit Behinderung an. Über 8.400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung erlernen ein Instrument und spielen in Ensembles oder Bands.

 

Der VdM bietet eine spezielle berufsbegleitende Ausbildung fĂŒr MusikschullehrkrĂ€fte, um sie fĂŒr die besonderen Erfordernisse mit körperlich und geistig behinderten Menschen zu qualifizieren: den Berufsbegleitenden Lehrgang „Instrumentalspiel mit Menschen mit Behinderung an Musikschulen” und den Orientierungskurs „Musik inklusiv – Praxisorientierte EinfĂŒhrung in eine PĂ€dagogik der Vielfalt“ an. Weitere Informationen dazu unter https://www.musikschulen.de/projekte/inklusion/menschen-mit-behinderung.  

MIXED UP: Wettbewerb für kreative Kooperationsprojekte startet am 15. Mai 2021

Der MIXED UP Wettbewerb zeichnet kreative Projekte und regelmĂ€ĂŸige Angebote Kultureller Bildung fĂŒr Kinder und Jugendliche aus, die durch ein Kooperationsteam oder in einem Netzwerk umgesetzt werden. Es werden drei Preise mit je 5.000 Euro vergeben. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2021.

 

MIXED UP setzt in seiner Neuauflage in diesem Jahr drei Wettbewerbsschwerpunkte: „Zusammen geht mehr“, „Unsere Themen, unsere BĂŒhne“ und „Auf ins Neue“. Damit zeichnet MIXED UP drei Projekte im Bereich Kunst, Kultur, Spiel oder Medien aus, die durch Kooperation ĂŒberzeugen, sich mit den Fragen und Interessen der jungen Generation auseinandersetzen oder experimentelle Methoden und zukunftsgewandte Fragen erörtern.

 

Teilnehmen können Kooperationsteams aus mindestens einer Organisation oder Einrichtung und Einzelpersonen – aus Kultur, Bildung und Jugendarbeit oder dem Sozialraum, z. B. Musikschulen, Jugendkulturzentren, Schulen, Kulturinstitutionen, KindertagesstĂ€tten, Jugendgruppen, KĂŒnstler, Kulturvereine, Elterninitiativen etc.

 

Der MIXED UP Wettbewerb wird von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) – dem Dachverband fĂŒr Kulturelle Bildung in Deutschland – und dem Bundesministerium fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ausgerichtet.

 

Weitere Informationen und das Bewerbungsformular sind zum Wettbewerbsstart am 15. Mai 2021 unter www.mixed-up-wettbewerb.de verfĂŒgbar.

 

Um ĂŒber den Wettbewerbsstart automatisch informiert zu werden, können Interessierte ihre E-Mail-Adresse in ein Formular eintragen: https://bkj.nu/361654.

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