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Neu und innovativ für Schleswig-Holstein: Meisterkurs "Musikperformance mit Apps"

Erstmalig fand in Schleswig-Holstein ein Meisterkurs zum digitalen Musizieren statt. Der Landesverband der Musikschulen veranstaltete vom 6. bis 7. November 2020 im Nordkolleg Rendsburg in Kooperation mit dem Landesmusikrat, der Musikhochschule LĂŒbeck und dem Nordkolleg Rendsburg den Meisterkurs "Musikperformance mit Apps". Die Musikinstitutionen verstehen es als Gemeinschaftsaufgabe, die Musiklandschaft in Schleswig-Holstein innovativ und am Puls der Zeit mitzugestalten.

 

Der Einsatz von Apps und mobilen EndgerÀte zÀhlt mittlerweile zum Handwerkzeug der Musikvermittlung. Der Trend der Digitalisierung ist in der schleswig-holsteinischen Musikschullandschaft angekommen und etabliert. Bereits seit 2017 hat der Landesverband der Musikschulen (LVdM) flÀchendeckend seine mehr als 1.200 MusikschullehrkrÀfte zum qualitÀtsvollen Umgang mit Apps in der musikpÀdagogischen Arbeit ausgebildet. Nun geht es einen Schritt weiter: Bei einem Meisterkurs soll nun professionell mit Apps musiziert werden.

 

„Mit dem Kurs wollen wir die besten App-Musiker in Schleswig-Holstein finden, fördern und zusammenbringen“, so LVdM-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Rhea Richter. „Es ist an der Zeit, dieses neue und innovative Musikgenre „Appmusik“ zu fördern und zu institutionalisieren.“ Bis zum 16. Oktober 2020 konnten sich interessierte Musiker und technikaffine Instrumentalisten um die limitierten PlĂ€tze des Meisterkurses mit einem Bewerbungsvideo bewerben. Die Teilnahme war durch die Förderung des Ministeriums fĂŒr Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein kostenfrei. Weitere Informationen gibt es unter: https://www.musikschulleben.de/2020/11/11/musikperformances-mit-apps/

 

Das Musikgenre „Appmusik“ beschreibt das Musizieren mit Apps auf Smartphones oder Tablets. In den letzten Jahren wurde die digitale Art des Musizierens erprobt und hat spĂ€testens nach dem Digitalisierungsschub durch die Corona-Krise an PopularitĂ€t gewonnen. Musikapps auf KonzertbĂŒhnen und in Clubs oder auch bei experimentellen Live-Jams sollen nun auch ein Teil der schleswig-holsteinischen Musiklandschaft werden. Der Meisterkurs machte daher das digitale Musizieren erfahrbar und erweiterte die kĂŒnstlerischen FĂ€higkeiten der Teilnehmenden. Der Kurs wurde von zwei der bekanntesten Appmusikern Matthias Krebs und Puya Shoary (beide im DigiEnsemble Berlin) durchgefĂŒhrt, die ihre Expertise in intensiven, individuellen Sessions vermittelten und gemeinsam mit den Teilnehmenden eigene digitale Musikperformances entwickelten.

 

Der Kurs war Teil des Digitalisierungsvorhabens MoMu.SH – Wissenstransfer und digitale Infrastruktur des Landesverbandes der Musikschulen in Schleswig-Holstein. Der Meisterkurs wurde vom Ministerium fĂŒr Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein gefördert und vom Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Landesmusikrat Schleswig-Holstein, dem Nordkolleg Rendsburg, der Musikhochschule LĂŒbeck sowie der Forschungsstelle Appmusik der UniversitĂ€t der KĂŒnste Berlin durchgefĂŒhrt.  

Digitale Trendwende in der schleswig-holsteinischen Musikschullandschaft im vollen Gang

Der Einsatz von Apps und mobilen EndgerĂ€te zĂ€hlt mittlerweile zum Handwerkzeug in der Musikvermittlung. Schon lange sind Apps und mobile EndgerĂ€te im Musikschulunterricht bei LehrkrĂ€ften und SchĂŒlern keine Seltenheit mehr – sei es im musikalischen, als auch im kommunikativen Kontext. Mit dem von der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek gefördertem Projekt „MSdigital Schleswig-Holstein“ schafft der Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein (LVdM) nun an allen 22 Mitgliedsmusikschulen eine nachhaltige technische Infrastruktur, etabliert lern- und kĂŒnstlerische ExperimentierrĂ€ume und entwickelt eine ĂŒberregionale Kommunikationsstruktur.

 

„Mit der Förderung durch die Landesregierung mit ihrem Kompetenzzentrum fĂŒr Digitalisierung und Kultur an der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek ist es möglich, an allen Musikschulen eine nachhaltige digitale Infrastruktur zu entwickeln, die schließlich auch dafĂŒr Voraussetzung ist, dass allen Menschen in Schleswig-Holstein die Teilhabe an einer modernen und ortsunabhĂ€ngigen musikalischen Bildung ermöglicht wird“, so Rhea Richter, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des LVdM. Bereits seit 2017 hat der Landesverband flĂ€chendeckend seine mehr als 1.200 MusikschullehrkrĂ€fte zum qualitĂ€tsvollen Umgang mit Apps in der musikpĂ€dagogischen Arbeit ausgebildet. Immer öfter dienen die digitalen Begleiter als Hilfsmittel, zur Lernmotivation oder als Notenmappen im Musikschulunterricht. Das erlernte Wissen ĂŒber Methodik und Didaktik digitaler Unterrichtsformen aus dem Pilotprojekt „MoMu.SH – Mobiler Musikschulunterricht Schleswig-Holstein“ ist besonders bei der aktuellen Corona-Situation und bei der Entwicklung eines Online-Musikschulunterrichts wertvoll. An die Erkenntnisse und Erfahrungen des Vorhabens „MoMu.SH“ knĂŒpft der LVdM mit dem neuen Digitalisierungsvorhaben an und will fĂŒr alle öffentlichen Musikschulen im Land eine gemeinsame technologische und kommunikative Basis zur Musikschulentwicklung im Zuge der Digitalisierung entwickeln.

 

Die Grundlagen zur Etablierung der technischen Infrastruktur und zum Aufbau einer Wissensgemeinschaft werden an drei Wochenendtreffen vermittelt, die im Oktober 2020, Dezember 2020 und Februar 2021 stattfinden. Teilnehmen können technikaffine und kommunikative Musikschulleitungen sowie MusikschullehrkrĂ€fte. Neben der Entwicklung von ĂŒberregionalen Austauschgruppen zum gegenseitigen UnterstĂŒtzen und Lernen werden insgesamt 200 iPads sowie technisches Zubehör fĂŒr die Musikschulen angeschafft. Zudem erhĂ€lt jede Mitgliedsmusikschule eine Jahreslizenz fĂŒr eine Mobile-Device-Management-Software (Software zur Verwaltung der iPads) und zusĂ€tzliche Mittel fĂŒr Honorare, um die engagierten LehrkrĂ€fte vor Ort fĂŒr die Administration und Etablierung innerhalb der Musikschulen zu vergĂŒten. Der LVdM schafft damit eine Struktur, um die Digitalisierung der Musikschulen nachhaltig voranzubringen.

 

Der Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein vertritt die Interessen der MusikschultrĂ€ger und unterstĂŒtzt u. a. das Bildungsministerium beim Aufbau und Weiterentwicklung der öffentlichen Musikschulen. Seit 2017 gehört die Digitalisierung auch dazu. Mit UnterstĂŒtzung der Forschungsstelle Appmusik an der UniversitĂ€t der KĂŒnste Berlin entwickelt der Landesverband digitale Weiterbildungsangebote und initiiert Digitalisierungsvorhaben wie das aktuelle Projekt „MSdigital Schleswig-Holstein“ oder den Meisterkurs „Musikperformance mit Apps“, der im November 2020 die kĂŒnstlerische Auseinandersetzung mit der Digitalisierung ermöglichte. Der Landesverband der Musikschulen Schleswig-Holstein hat die Vision, eine Impulsstelle fĂŒr digitale Musikschularbeit zu schaffen. 

Die hessischen Musikschulen sind wieder geöffnet

Nicht zuletzt aufgrund der maßgeblichen Initiative des Verbandes deutscher Musikschulen in Hessen (VdM Hessen) hat die Hessische Landesregierung im Hinblick auf den Betrieb der Musikschulen eine PrĂ€zisierung der Corona-Kontakt- und BetriebsbeschrĂ€nkungsverordnung vorgenommen. Mit Wirkung vom 06. November 2020 fallen diese also nicht mehr unter das befristete Verbot gemĂ€ĂŸ § 2 (Schließung und Betrieb von Einrichtungen, Sportbetrieb). Damit folgt das Land Hessen den Regelungen nahezu aller anderen BundeslĂ€nder und trĂ€gt dem Gedanken einer möglichst einheitlichen Umsetzung der Bund-LĂ€nder-BeschlĂŒsse vom 28. Oktober 2020 Rechnung.

 

Michael Eberhardt, Landesvorsitzender des VdM begrĂŒĂŸt ausdrĂŒcklich die KlĂ€rung der Corona-Kontakt- und BetriebsbeschrĂ€nkungsverordnung, die somit auch zur Wiedereröffnung der öffentlichen Musikschulen in Hessen gefĂŒhrt hat: „Ich bin ungemein erleichtert fĂŒr unsere Musikschulen, dass sich Frau Staatsministerin Angela Dorn so entschieden und erfolgreich eingesetzt hat. Die öffentlichen Musikschulen des VdM Hessen sind außerschulische kulturelle Bildungseinrichtungen, die einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler leisten. Und diese haben schon nach dem ersten Lockdown hierfĂŒr durchgĂ€ngig erfolgreiche Hygiene Konzepte umgesetzt. DarĂŒber hinaus lassen sich durch die digitale Verwaltung etwaige Selektionsketten lĂŒckenlos nachvollziehen.“

 

Die wesentlichen Bestimmungen finden sich in den Auslegungshinweisen zur Corona-Kontakt- und BetriebsbeschrĂ€nkungsverordnung, gĂŒltig ab 6. November 2020. Punkt 6. (außerschulische Bildungsangebote, Ausbildung) folgend, „muss der Unterricht so erfolgen, dass die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Hygiene wo immer möglich beachtet werden können. Eine Gruppenobergrenze besteht in Einrichtungen nicht. In geschlossenen RĂ€umen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.“ Das entspricht also im Wesentlichen der bisherigen Verfahrensweise.

Hessische Musikschulen ab heute wieder offen

Die Hessische Landesregierung prÀzisiert die "Verordnung zur BeschrÀnkung sozialer Kontakte und des Betriebs von Einrichtungen und Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie (Corona-Kontakt- und BetriebsbeschrÀnkungsverordnung)" im Hinblick auf den Betrieb der Musikschulen.

 

Mit Wirkung vom 6. November 2020 fallen die Musikschulen nicht mehr unter das befristete Verbot gemĂ€ĂŸ § 2 (Schließung und Betrieb von Einrichtungen, Sportbetrieb) der hessischen Corona-Kontakt- und BetriebsbeschrĂ€nkungsverordnung. Damit folgt das Land Hessen den Regelungen nahezu aller anderen BundeslĂ€nder und trĂ€gt dem Gedanken einer möglichst einheitlichen Umsetzung der Bund-LĂ€nder-BeschlĂŒsse vom 28. Oktober 2020 Rechnung.

 

Die hessische Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn erklĂ€rte: „Wir wollen hier im Konzert der BundeslĂ€nder bleiben und haben dies auch im Einvernehmen mit den betroffenen VerbĂ€nden abgestimmt.“ Insgesamt wurden die aktuellen sowie neuen Regelungen fĂŒr die Musikschulen mit den Kommunalen SpitzenverbĂ€nden besprochen, so dass jetzt vor Ort die Möglichkeit besteht, die Musikschulen unter den Voraussetzungen der neuen Verordnung zu öffnen.

 

Anpassung der NRW-Coronaschutzverordnung: Musikalischer Unterricht ab heute wieder zulässig

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat mit Blick auf den Betrieb von Musikschulen eine PrĂ€zisierung der Corona-Schutzverordnung vorgenommen. Ab heute fallen diese nicht mehr unter das befristete Verbot gem. § 7 Abs. 1 Ziffer 3 CoronaSchVO. Damit folgt das Land Nordrhein-Westfalen den Regelungen der großen Mehrheit der LĂ€nder und trĂ€gt dem Gedanken einer möglichst einheitlichen Umsetzung der Bund-LĂ€nder-BeschlĂŒsse vom 28. Oktober Rechnung.

 

Der VdM freut sich ĂŒber diese Korrektur der Coronaschutzverordnung. Somit können die Musikschulen in NRW den Unterricht wieder aufnehmen.

 

Die veröffentlichten Bestimmungen im Wortlaut:
„(1) Ausbildungs- und berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsangebote einschließlich kompensatorischer Grundbildungsangebote sowie Angebote, die der Integration dienen, und PrĂŒfungen von (
) 3. sonstigen nicht unter § 6 fallenden öffentlichen, kirchlichen oder privaten außerschulischen Einrichtungen und Organisationen sowie Angebote der Selbsthilfe und musikalischer Unterricht sind unter Beachtung der Regelungen der §§ 2 bis 4a zulĂ€ssig. Andere Bildungsangebote sind bis zum 30. November 2020 untersagt. Hierzu gehören insbesondere Sportangebote der BildungstrĂ€ger sowie Freizeitangebote wie TagesausflĂŒge, Ferienfreizeiten, Stadtranderholungen und Ferienreisen fĂŒr Kinder und Jugendliche.“ (siehe Coronaschutzverordnung, gĂŒltig ab 5. November 2020, §7)

Sing-und Musikschulen als Fundament der bayerischen Musikkultur

Bereits ein halbes Jahrhundert ist es her, dass sich Vertreter von Sing- und Musikschulen am 7. MĂ€rz 1970 in der Musikhochschule in MĂŒnchen trafen, um den Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e. V. (VBSM) zu grĂŒnden. Im Rahmen des Bayerischen Musikschultags kamen in diesem Jahr am 23. Oktober 2020 namhafte Vertreter aus den Staatsministerien, aus den kommunalen SpitzenverbĂ€nden, des Bayerischen Musikrates sowie natĂŒrlich zahlreiche Musikschulvertreter und viele andere Musikschulverbundene in Kaufbeuren zusammen, um dieses JubilĂ€um sowie das 100-jĂ€hrige Bestehen der ortsansĂ€ssigen Ludwig Hahn Sing- und Musikschule gebĂŒhrend zu feiern.

 

 

Reinhard Loechle (Mitte) engagiert sich seit mehr als 40 Jahren unermĂŒdlich fĂŒr die Musik

(links: VBSM-PrÀsident Landrat Martin Bayerstorfer; rechts: der VBSM-Vorsitzende

Markus Lentz). Foto: VBSM

Den kulturpolitischen Höhepunkt der Veranstaltung bildet traditionell der Festakt mit der feierlichen Verleihung der Carl-Orff-Medaille. Vertreter aus Politik, Kultur und Medien versammelten sich zwar mit Maske und rĂ€umlicher Distanz, aber miteinander verbunden durch das Bewusstsein um den Wert musikalischer Bildung und die Bedeutung der bayerischen Sing- und Musikschullandschaft gerade in Zeiten der Krise. So bezeichnete der OberbĂŒrgermeister der Stadt Kaufbeuren Stefan Bosse das aktive Musizieren als „eine der grĂ¶ĂŸten Bereicherungen fĂŒr unser Leben und unsere Gemeinschaften“, weshalb die Ausbildung musikalischer FĂ€higkeiten „als kommunale Bildungsaufgabe einen besonderen Stellenwert erhalten muss.“ Staatsminister a. D. Thomas Goppel, PrĂ€sident des Bayerischen Musikrats, verglich die Musik mit der verordneten „PandemielĂŒftung, die immerhin im 20-Minuten-Takt erfolgen soll.“ „Mehr MusikalitĂ€t braucht das Land“ und daher bedĂŒrfe es einer Erhöhung der staatlichen Zuwendungen, um bei zunehmender FlĂ€chendeckung das qualifizierte Angebot der öffentlichen Sing- und Musikschulen langfristig zu sichern und auszubauen.

 

Auch Staatsminister fĂŒr Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler unterstrich in seiner Festrede die gesellschaftliche Bedeutung von Musik und insbesondere den hohen Stellenwert der Arbeit an den bayerischen Sing- und Musikschulen: „In den zurĂŒckliegenden fĂŒnf Jahrzehnten ist die Arbeit der Musikschulen im Freistaat zum Fundament der bayerischen Musikkultur geworden. Unsere Musikschulen bilden die Musikerinnen und Musiker von morgen aus. Sie verstehen es, zu begeistern. Sie stĂ€rken das kulturelle Leben vor Ort und ermöglichen jungen Menschen einen niederschwelligen Zugang zur Musik.“ Er unterstrich, dass der Freistaat Bayern sich weiterhin nach KrĂ€ften anstrengen werde, um die Sing- und Musikschulen zu stĂ€rken und auch den Kommunen als verlĂ€sslicher Partner zur Seite stehen.

 

Auszeichnung von Reinhard Loechle mit der Carl-Orff-Medaille

Die Carl-Orff-Medaille als die höchste Auszeichnung des VBSM ging in diesem Jahr an Reinhard Loechle, der als GrĂŒndungsschulleiter der Kreismusikschule Erding sowie langjĂ€hriges Vorstandsmitglied und 2. Vorsitzender den Verband 40 Jahre lang als „Ideengeber, Pionier, Dienstleister und innovativer Geist“ begleitete und mitgestaltete, wie Landrat Martin Bayerstorfer, PrĂ€sident des VBSM, in seiner Laudatio betonte.

 

Chronik „50 Jahre VBSM“

Auch das Forum fĂŒr Musikschulleiter und -lehrkrĂ€fte widmete sich dem 50-jĂ€hrigen Bestehen des Verbandes. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion nahmen Vertreter des Staatsministeriums, der Musikschulen sowie des Verbandes und des Bundesverbandes das JubilĂ€um zum Anlass, um einen Moment innezuhalten und auf die bisherige Erfolgsgeschichte des VBSM zurĂŒckzublicken sowie basierend darauf Ziele und Grundprinzipien fĂŒr die kommenden 50 Jahre zu formulieren. In diesem Zusammenhang wurde auch die Chronik vorgestellt, die der Verband anlĂ€sslich seines JubilĂ€ums herausgegeben hat: Auf mehr als 200 Seiten schildert Burkard Fleckenstein als dienstĂ€ltestes Vorstandsmitglied die Geschichte des VBSM mit allen Herausforderungen, Erfolgen, RĂŒckschlĂ€gen und bahnbrechenden Entscheidungen, die den Verband zu dem gemacht haben, was er heute ist und worauf seine Vertreter mit Stolz zurĂŒckblicken. Die Chronik ist ab sofort in der GeschĂ€ftsstelle des VBSM (www.musikschulen-bayern.de, info( at )musikschulen-bayern.de) gegen einen Selbstkostenbeitrag von 10 € erhĂ€ltlich.

 

Musikalisch aktiv trotz Corona

Obwohl die EinschrĂ€nkungen bedingt durch das Coronavirus den Musikerinnen und Musikern sowie Organisatoren des diesjĂ€hrigen bayerischen Musikschultages einiges abverlangten, war auch in musikalischer Hinsicht viel geboten: Die Ludwig Hahn Sing- und Musikschule der Stadt Kaufbeuren gestaltete unter dem Titel „Laterna Musica – Bild und Klang“ einen Eröffnungsabend, der in Verbindung der musikalischen BeitrĂ€ge mit Bildern, BĂŒhnenlicht, Film und Schattenspiel besondere Formen der kĂŒnstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten entstehen ließ. Auch das diesjĂ€hrige Festkonzert wurde nicht ersatzlos gestrichen, es ist zumindest auf virtueller BĂŒhne am Sonntag, 1. November 2020 um 14:05 auf BR Klassik zu hören.

 

Fortbildungen online

Auch auf das gewohnt vielfĂ€ltige Fortbildungsangebot musste beim diesjĂ€hrigen Musikschultag nicht verzichtet werden. Interessierte hatten die Möglichkeit, aus sechs verschiedenen Online-Seminaren fĂŒr Verwaltungs- und LehrkrĂ€fte sowie Schulleitungen und Fachberater zu wĂ€hlen.

Jüngstes Spitzenorchester Deutschlands brilliert im Konzerthaus Berlin

Es war ein denkwĂŒrdiges Konzert, das die 60 jungen Musikerinnen und Musiker der Deutschen Streicherphilharmonie (DSP) und ihr Chefdirigent Wolfgang Hentrich am 30. September 2020 den Besuchern im Konzerthaus Berlin boten: Rund acht Monate nach dem gefeierten Auftakt ihrer Deutschlandtournee im Dresdner Kulturpalast anlĂ€sslich des JubilĂ€umsjahres „30 Jahre Deutsche Einheit“ durften die Spitzentalente unter dem bundesweiten Streichernachwuchs erstmalig wieder gemeinsam in großer Besetzung ihr eindrucksvolles Können und ihre große Spielfreude unter Beweis stellen. BundestagsprĂ€sident Wolfgang SchĂ€uble hat die Schirmherrschaft ĂŒber das große Vorhaben der gerade einmal 11- bis 20-jĂ€hrigen Orchestermitglieder ĂŒbernommen, im Jahr 2020 Konzerte in allen 16 BundeslĂ€ndern zu geben und so mit der Sprache der Musik ein Zeichen fĂŒr die Einheit zu setzen. Der weltweit renommierte Dirigent Marek Janowski steht diesem Vorhaben von Beginn an als musikalischer Ratgeber eng zur Seite.

 

 

Prof. Ulrich Rademacher, Bundesvorsitzender des VdM, verlas das Grußwort  von

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey im Konzerthaus Berlin.

Foto: Kai Bienert

Nachdem die Konzerte im FrĂŒhjahr und Sommer von den Veranstaltern abgesagt oder teils auf das kommende Jahr verschoben werden mussten, waren nun die Erwartungen an das Gastspiel im Konzerthaus Berlin bei Musizierenden und Publikum besonders hoch. Auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hatte ihren Besuch und eine Ansprache zugesagt. Zwar musste sie ihre Teilnahme leider kurzfristig absagen, der Abend konnte dennoch mit ihren Worten eröffnet werden. Der Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) als TrĂ€ger des Orchesters, Ulrich Rademacher, verlas ihr Grußwort im Saal: „Lassen Sie sich von der Musik auf eine Reise mitnehmen. Denn Musik berĂŒhrt unser Inneres. Deswegen ist musische und kulturelle Bildung fĂŒr junge Menschen so wichtig. Es ist ein großer Schatz, wenn es gelingt, dass junge Menschen ihre StĂ€rken und Begabungen leben können. Ich danke dem Verband deutscher Musikschulen, dem Deutschlandfunk als Medienpartner und dem Patenorchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin dafĂŒr, dass sie das möglich machen.“

 

Zu einem besonderen Höhepunkt des Abends geriet das Marimbaphonkonzert Nr. 1 von Ney Rosauro, mit dem der großartige Perkussionist Alexej Gerassimez nicht nur seine jungen Mitspieler beeindruckte und bezauberte, sondern auch die rund 320 Besucher – mehr GĂ€ste waren aufgrund der Corona-Auflagen im rund 1.400 Zuschauer fassenden Saal an diesem Abend nicht zugelassen. Der anhaltende Schlussapplaus ließ eine solch reduzierte Besucherzahl indes nicht vermuten.

 

Eindrucksvoll prĂ€sentierten die jungen Orchestermitglieder an diesem Abend auch bei Dietrich Zöllners „Poco Insanimus“ (Komposition fĂŒr die DSP zum JubilĂ€umsjahr „30 Jahre Deutsche Einheit“), Dmitri Schostakowitschs „Kammersymphonie op. 110a“ und Ludwig van Beethovens „Lento assai e cantante tranquillo, op. 135“ den außergewöhnlich homogenen Streicherklang, fĂŒr den das junge Spitzenensemble der Musikschulen steht. Maßgeblich geprĂ€gt ist dieser durch das langjĂ€hrige, bewĂ€hrte Dozententeam des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, des Patenorchesters der DSP.

 

Gemeinsam mit Alexej Gerassimez setzte die Deutsche Streicherphilharmonie ihre Deutschlandtournee gleich am nĂ€chsten Abend mit einem Gastspiel im Kieler Schloss fort – Solist und Orchester erhielten stehende Ovationen und durften hier auch jeweils eine frenetisch eingeforderte Zugabe geben. In Berlin war dies zum grĂ¶ĂŸten Bedauern des Publikums aufgrund des strengen Zeitplans leider nicht gestattet. Mit gleich zwei Konzerten beging das junge Spitzenorchester dann wĂŒrdevoll den Einheitstag im renommierten Joseph-Keilberth-Saal in Bamberg. Der Erste Konzertmeister der Bamberger Symphoniker, Bart Vandenbogaerde, konnte hier als Solist des Violinkonzertes C-Dur von Joseph Haydn gewonnen werden und begeisterte gemeinsam mit den jungen Musikerinnen und Musikern nicht nur das Publikum, sondern auch die bayrische Gesundheitsministerin Melanie Huml, die ihrer Freude ĂŒber diese besonderen Gastspiele und die eindrucksvolle Arbeit und QualitĂ€t der Deutschen Streicherphilharmonie in einer sehr persönlichen Ansprache Ausdruck verlieh.

 

Deutschlandfunk Kultur hat das Konzert im Konzerthaus Berlin mitgeschnitten und zeitversetzt am selben Abend gesendet, BR Klassik hat diese Aufzeichnung am 3. Oktober gesendet. In der Mediathek von Deutschlandradio kann diese Konzert nachgehört werden (https://www.deutschlandfunkkultur.de/deutsche-streicherphilharmonie-konzert-fuer-30-jahre.1091.de.html?dram:article_id=484704) .

 

Die Mitglieder der Deutschen Streicherphilharmonie haben sich ĂŒber ein Probespiel fĂŒr die Mitwirkung in dem Bundesauswahlorchester qualifiziert und treffen sich mehrmals im Jahr zu Probenphasen und Konzertreisen. Die hohe QualitĂ€t des einzigartig differenzierten Streicherklangs ist vor allem durch die kontinuierliche Arbeit mit dem langjĂ€hrigen Dozententeam – allesamt Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, dem Patenorchester der DSP – geprĂ€gt. 1973 in (Ost-)Berlin als Rundfunk-Musikschulorchester gegrĂŒndet, ist das Ensemble seit 1991 in der TrĂ€gerschaft des Verbandes deutscher Musikschulen. Die Deutsche Streicherphilharmonie wird gefördert vom Bundesministerium fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Grußwort von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey

20 Jahre ?WDR 3 Kulturpartner ? Partnerschaft für mehr Kultur?

„Ziel der WDR 3 Kulturpartner ist es, das kulturelle Leben in NRW zu stĂ€rken und die Wahrnehmung der Kultur zu verbessern. Das ist ein immer aktueller Auftrag!“ (Johannes Josef Jostmann, Leiter des KulturbĂŒros der Stadt Iserlohn / Direktor des Parktheaters Iserlohn und Vorstandsvorsitzender des KulturpartnerNRW e.V.) 

 

 
Bild: WDR 3

Angesichts der Corona-Pandemie wird es die große Feier nicht geben (sie wurde auf den 17. April 2021 verschoben), aber das JubilĂ€um findet trotzdem statt: Vor 20 Jahren startete in NRW das erste Partnerschafts-Netzwerk von KulturtrĂ€gern eines Landes mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Auch der VdM ist Kulturpartner von WDR 3. Es wurde zum Modell fĂŒr Kulturpartnerschaften in nahezu allen deutschen BundeslĂ€ndern und fand Nachahmung selbst in ganz anderen, z.B. auch kommunalen Strukturen.

 

Die WDR 3 Kulturpartnerschaften wurden als erstes landesweites, nicht-kommerzielles Partnerschafts-Netzwerk zwischen KulturtrĂ€gern vom damaligen WDR 3 Programmchef Karl Karst erfunden und ins Leben gerufen. WDR-Intendant Fritz Pleitgen sprach von einer „einfachen, aber genialen Idee“. Heute gehören sie mit 120 Kulturpartnern zu den aktivsten Kulturnetzwerken in Europa und feiern im Oktober 2020 ihr 20-jĂ€hriges Bestehen.

 

„Kern des Konzepts“, erlĂ€uterte der Initiator, „ist die dauerhafte, unentgeltliche Kooperation der KulturtrĂ€ger des Landes zugunsten einer besseren Nutzung und Verbreitung ihrer Programmangebote.“ Und weiter heißt es : „Ziel ist eine möglichst direkte Zielgruppenwerbung fĂŒr die Veranstaltungen der Kulturpartner ohne Belastung ihrer Etats. Dabei entsteht ein Imagetransfer, der fĂŒr beide Seiten von Gewinn ist.“ (https://kulturpartner.net/das-konzept)

 

Als einziges Kulturvollprogramm Nordrhein-Westfalens erreicht WDR 3 die Zielgruppe der Kulturinteressierten in NRW so zielgenau und flĂ€chendeckend wie kein anderes Medium. Seit dem Start des Kulturpartnerschaftsmodells hat sich die finanzielle Situation der Kommunen und LĂ€nder noch einmal dramatisch verschlechtert. Auch und gerade in den aktuellen Corona-Zeiten hat das Netzwerk seine besondere Kraft gezeigt. Das Kulturradio WDR 3 hat im FrĂŒhjahr 2020 Programme einzelner Kulturpartner, die sonst nicht hĂ€tten stattfinden können, in leeren HĂ€usern aufgezeichnet und online ausgestrahlt. Die NRW-KulturtrĂ€ger und das WDR-Kulturradio haben hier einmal mehr ihre 20-jĂ€hrige aktive „Partnerschaft fĂŒr mehr Kultur“ unter Beweis gestellt. „DafĂŒr dankt der Vorstand des KulturpartnerNRW e.V. dem WDR und allen beteiligten Partnern im Land auf das Herzlichste.“ (Johannes Josef Jostmann, Vorsitzender KulturpartnerNRW e.V.)

 

Mehr Informationen zum Netzwerk der WDR 3 Kulturpartner und zum Kulturpartner NRW e.V. auf www.kulturpartner.net und auf www.wdr3.de. Nachfragen ĂŒber: post( at )kulturpartner.net oder Telefon: 0221-2203181.

Sendehinweis: WDR Zeitzeichen | 10. Oktober 2020, 09.45 - 10.00 Uhr | WDR 5 WDR Zeitzeichen | 10. Oktober 2020, 17.45 - 18.00 Uhr | WDR 3

Goldene Stimmgabel des VdM für Robert Wagner

 

Am 3. Oktober wurde Robert Wagner mit der Goldenen Stimmgabel

des VdM  fĂŒr seine großen Verdienste ausgezeichent.

Foto: K. Heiderich/VdM

Mit der Goldenen Stimmgabel ehrt der Verband deutscher Musikschulen (VdM) Persönlichkeiten, die sich besonders verdient um den Verband gemacht haben. Robert Wagner, Leiter der Musikschule FĂŒrth und Vorsitzender des Fachausschusses Inklusion des VdM ist auf der Bundesversammlung 2020 des VdM am 3. Oktober in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz mit der Goldenen Stimmgabel ausgezeichnet worden.

 

In seiner Rede gratulierte Ulrich Rademacher, Bundesvorsitzender des VdM, Robert Wagner zu dieser Ehrung: „Mein erster Eindruck von Robert Wagner stammt aus der Zeit der Jahrhundertwende. Da wurde unter PĂ€dagogen und Strategen hart darĂŒber gestritten, ob wir eine Spass-Musikschule oder eine Leistungs-Musikschule sein wollen. Eltern-SprĂŒche wie: ‚Mein Kind soll keinesfalls zur Musikschule gehen, es soll ja Spass haben‘ nagten an unserem SelbstverstĂ€ndnis. Eine perfekte und ĂŒberraschende Antwort darauf hatte damals Robert Wagner bereit: ‚Musikschule, weil Können Spaß macht!‘ Komplexes scheinbar einfach auf den Punkt bringen, das kann Robert Wagner. Man könnte ihn auch Robert Einfach nennen.

Dann kam der lange – gemeinsame – Weg ĂŒber die Potsdamer ErklĂ€rung bis zum neuesten Opus: Spektrum Inklusion. Das Thema Inklusion ist damit nicht, ausdrĂŒcklich nicht abgehakt. Robert Wagner bleibt wachsam und redet uns ins Gewissen, wenn es beispielsweise um ‚Inklusion und Corona‘ oder ‚Inklusion und Digitalisierung‘ geht. Er bleibt Wachmacher und Wachhalter. So gehe ich davon aus, dass seine goldene Stimmgabel nicht in die Vitrine wandert, sondern als  symbolisches Werkzeug fĂŒr eine saubere, tragfĂ€hige, inklusive gemeinsame Stimmung im VdM genutzt wird. Lieber Robert: Herzlichen GlĂŒckwunsch!“

 

Robert Wagner dankte fĂŒr das Vertrauen und dafĂŒr, dass er „gemeinsam mit vielen anderen diese inklusive Entwicklung auf den Weg bringen konnte“ und sagte: „Dies ist eine Auszeichnung, die mich auszeichnet aber gleichzeitig auch eine Auszeichnung fĂŒr die Haltung und das SelbstverstĂ€ndnis des VdM und damit den VdM selbst ist. Diese Auszeichnung ermuntert mich, weiterhin ein Stachel in diesem Verband zu bleiben.“

Musikschulen gegen Corona-Folgen sichern ? Strukturen und Zukunftsfähigkeit stärken

„Musikschulen gegen Corona-Folgen sichern - Strukturen und ZukunftsfĂ€higkeit stĂ€rken!“ ist der Tenor der Koblenzer ErklĂ€rung, die der Verband deutscher Musikschulen (VdM) auf seiner Hauptarbeitstagung und TrĂ€gerkonferenz am 2./3. Oktober 2020 in Koblenz verabschiedet hat. Darin fordert der VdM von Bund und LĂ€ndern, in einem weiteren Digitalpakt die Musikschulen als öffentliche Bildungseinrichtungen durch angemessene Investitionsförderung in die digitale Infrastruktur ebenso zu unterstĂŒtzen, wie die  allgemeinbildenden Schulen im bisherigen Digitalpakt.

 

 

Beschluss der "Koblenzer ErklÀrung" der TrÀgerkonferenz/Bundesversammlung

des VdM am 3. Oktober 2020 in der Rhein-Mosel-Halle Koblenz.

Foto: K. Heiderich/VdM

Der VdM-Bundesvorsitzende Ulrich Rademacher: „1,4 Millionen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler an den öffentlichen Musikschulen haben ebenso ein Recht auf ein zeitgemĂ€ĂŸes, digital unterstĂŒtztes musikalisches Bildungsangebot. Die Kommunen kommen ihrer TrĂ€gerverantwortung zur Finanzierung der Musikschulen stetig in hohem Maße nach – der Bund und die LĂ€nder stehen jetzt in der Verantwortung zur wirksamen UnterstĂŒtzung der digitalen Entwicklung von Musikschulen durch Finanzierung der dazu notwendigen Investitionen.“

Von den BundeslĂ€ndern fordert die VdM ebenfalls, die Musikschularbeit so zu fördern, „dass die finanzielle Verantwortung zwischen Land, Kommune und Eltern fair in Form einer von VdM, Kommunen und Eltern angestrebten Drittelfinanzierung aufgeteilt ist. ZusĂ€tzlich brauchen die Musikschulen fĂŒr die BewĂ€ltigung der Folgen der Corona-Pandemie einen Strukturfonds fĂŒr die Jahre 2021 bis mindestens 2023. Die Musikschulen können jeden Euro in Bildungschancen umwandeln.“, so der VdM-Bundesvorsitzende.

 

Personalentwicklung und Nachwuchsgewinnung – FachkrĂ€ftemangel entgegentreten

 

In dem ebenfalls von der TrĂ€gerkonferenz des VdM verabschiedeten Positionspapier „Personalentwicklung und Nachwuchsgewinnung - FachkrĂ€ftemangel entgegentreten!“ hĂ€lt der VdM fest: „Zur QualitĂ€tsentwicklung von Musikschule gehört untrennbar die Investition in Personalentwicklung und Qualifizierung. Um das Berufsbild der Musikschullehrkraft so attraktiv zu halten, dass dem erkennbaren und spĂŒrbaren Nachwuchsmangel entgegengewirkt werden kann, ist eine angemessene VergĂŒtung erforderlich, die der Qualifikation der LehrkrĂ€fte und der komplexen Aufgabenstellung ihres Berufsfeldes entspricht.“ Dazu gehöre die Erhöhung der Zahl sozialversicherungspflichtig beschĂ€ftigter MusikschullehrkrĂ€fte und einer zeitgemĂ€ĂŸen attraktiven tarifliche Eingruppierung.

 

In Podiumdiskussionen, VortrĂ€gen und Arbeitsgruppen diskutierten zwei Tage ĂŒber 200 Teilnehmer gemeinsam mit Vertretern der Kommunalen SpitzenverbĂ€nde die Digitalisierung der Musikschulen im Hinblick auf Bildungsmanagement und Transformationsprozesse. Themen dabei waren gelungene und rechtssichere Digitalisierungsmöglichkeiten im Bereich der Kommunikation und im Unterrichtskontext,  die weitere Etablierung und Sicherung von Kooperationsmöglichkeiten mit KindertagesstĂ€tten und allgemeinbildenden Schulen sowie die inklusive Arbeit mit Menschen mit Behinderung gerade in Zeiten von Corona.

 

Wahl des Bundesvorstandes des VdM

 

 

Der am 3. Oktober 2020 neu gewÀhlte Bundesvorstand des VdM (v.l.n.r.: Sigrid

Neugebauer-Schettler, Volker Gerland, Friedrich-Koh Dolge, Friedrun Vollmer, Ellen

Valerius, Jörg Freese,Prof. Ulrich Rademacher, Dr. Klaus-Dieter Anders).

Foto: K. Heiderich/VdM

Bei der Wahl des Bundesvorstandes wurden Prof. Ulrich Rademacher (MĂŒnster) als Bundesvorsitzender und Friedrich-Koh Dolge (Stuttgart) als stellvertretender Bundesvorsitzender des VdM in ihren Ämter bestĂ€tigt. Als weitere Vorstandsmitglieder ebenfalls wiedergewĂ€hlt wurden Dr. Klaus-Dieter Anders (Borna), Volker Gerland (Dortmund) Sigrid Neugebauer-Schettler (OsnabrĂŒck) und Friedrun Vollmer (MĂŒnster) sowie neu hinzugewĂ€hlt Ellen Valerius (Sigmaringen). Jörg Freese, Beigeordneter des Deutschen Landkreistages, wurde als Vertreter der Kommunalen SpitzenverbĂ€nde im Bundesvorstand bestĂ€tigt.

 

Die Hauptarbeitstagung mit TrĂ€gerkonferenz/Bundesversammlung wurde vom VdM in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Musikschulen in Rheinland-Pfalz und der Musikschule der Stadt Koblenz veranstaltet. Sie wurde gefördert durch das Bundesministerium fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Stadt Koblenz und das Land Rheinland-Pfalz ĂŒber den Landesverband der Musikschulen Rheinland-Pfalz.

 

Der VdM ist der Fach- und TrĂ€gerverband der rund 930 öffentlichen, zumeist kommunalen Musikschulen, in denen an bundesweit 4.000 Standorten ĂŒber 1,4 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene von mehr als 39.000 FachlehrkrĂ€ften im gesamten Spektrum des Musizierens unterrichtet werden. Er engagiert sich als Fachpartner fĂŒr die bundesweite Entwicklung und Umsetzung musikalischer Jugend- und Erwachsenbildung.

 

Das Koblenzer ErklÀrung und das Positionspapier "Personalentwicklung und Nachwuchsgewinnung" sind veröffentlicht unter www.musikschulen.de.

 

 

Pressekontakt

Verband deutscher Musikschulen

Claudia Wanner, Pressesprecherin

Telefon 0228 / 95 706 - 21

Mobil 0171 - 7364487

presse( at )musikschulen.de

 

 

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