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Konzert der Deutschen Streicherphilharmonie im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins

Nach einem bejubelten musikalischen Auftakt im Kloster Michaelstein in Blankenburg/Harz und im Gerhard-Hauptmann-Theater Zittau haben die 11- bis 20-jährigen Musiker und Musikerinnen der Deutschen Streicherphilharmonie (DSP) unter Leitung ihres Chefdirigenten Wolfgang Hentrich am 14. Juli 2019 ein fulminantes Konzert im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins gegeben. Das jüngste Bundesauswahlorchester gastierte dort zum zweiten Mal und spielte unter anderem erneut gemeinsam mit der Pianistin SoRyang das Klavierkonzert Nr. 2 von Chopin. Im zweiten Konzertteil war das Publikum hörbar ergriffen von der Kammersinfonie c-Moll op. 110a von Dimitri Schostakowitsch: Kein Rascheln oder Husten war mehr im nahezu ausverkauften Saal zu hören. Mit Standing Ovations dankten die Zuhörer für die exzellente Leistung des jungen Spitzenorchesters aus Deutschland, die mit der Pizzicato-Polka der Brüder Strauß als Zugabe für einen beschwingten Ausklang sorgten. Die Reihe wird im kommenden Jahr fortgesetzt, wenn die Deutsche Streicherphilharmonie am 10. Juli 2020 erneut in diesem weltweit begehrten Konzertsaal zu hören sein wird.

 

Während ihrer zweiwöchigen Sommertournee wird das junge Spitzenensemble der Musikschulen noch zwei weitere Konzerte geben: am 19. Juli 2019  im Kloster Chorin und am 21. Juli 2019 im Historischen Kursaal in Bad Lauchstädt. Auf dem Programm stehen das „Andante festivo“ von Jean Sibelius, das Brandenburgische Konzert Nr. 3 von Johann Sebastian Bach, die Capriol-Suite von Peter Warlock, die Kammersinfonie c-Moll op. 110a von Dimitri Schostakowitsch, „Nimrod“ von Edward Elgar und „Der Sommer“ aus den vier Jahreszeiten, op. 8 von Antonio Vivaldi.

 

In die Tournee sind zwei intensive Probenphasen mit den langjährigen Dozenten des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, dem Patenorchester der DSP, inkludiert, um das anspruchsvolle und umfangreiche Programm der Konzerte, aber auch für das große Projekt 2020 der Deutschen Streicherphilharmonie anlässlich „30 Jahre Deutsche Einheit“ vorzubereiten. Im September 2019 folgen dann weitere Konzerte im Rahmen des Beethovenfestes.

 

1973 als Rundfunk-Musikschulorchester der DDR gegründet ist das Ensemble bereits seit vielen Jahren ein klingender Botschafter einer erfolgreichen Wiedervereinigung. Seit 1991 hat es seinen Sitz in Bonn in der Trägerschaft des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM). Die Deutsche Streicherphilharmonie wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

 

Konzerttermine:

 

19. Juli 2019, 16:00 Uhr

Kloster Chorin

(Karten: http://www.kloster-chorin.org/konzert-der-deutschen-streicherphilharmonie) 

 

21. Juli 2019, 15:00 Uhr

Historischer Kursaal des Goethe-Theaters in Bad Lauchstädt

Karten: https://goethe-theater.com/spielplan/)

 

12. September 2019, 20:00 Uhr

Stadthalle Troisdorf, Konzert beim Beethovenfest  2019

(Karten: https://shop.derticketservice.de/beethovenfest/details/?evId=1973510)

 

13. September 2019, 20:00 Uhr

Heinsberg, Konzert zum 50. Jubiläum der Jugendmusikschule Heinsberg

(Karten: https://www.jms-hs.de/termine/termine-details/dt-streicherphilharmonie-yuhao-guo)

 

14. September 2019, 20:00 Uhr

Jungholzhalle Meckenheim, Konzert beim Beethovenfest 2019

(Karten: https://shop.derticketservice.de/beethovenfest/details/?evId=1974113)

 

15. September 2019, 18:00 Uhr

Stadttheater Rheinbach, Konzert beim Beethovenfest 2019

(Karten: https://shop.derticketservice.de/beethovenfest/details/?evId=1974455)

 

Weitere Informationen unter www.deutsche-streicherphilharmonie.de

 

Presseservice:

Das DSP-Logo und Fotos sind abrufbar unter www.musikschulen.de/service/presse/pressematerial/downloads-presse/index.html.

 

Kompositionswettbewerb 2019: "Beethoven ? zurück in die Zukunft"

 

Veranstalter: Verband deutscher Musikschulen, Bonn

Förderer: Hermann Josef Abs-Stiftung, Bonn

 

Im Jahr 2020 will die Deutsche Streicherphilharmonie unter Leitung ihres Chefdirigenten Wolfgang Hentrich aus Anlass der dann 30 Jahre bestehenden Deutschen Einheit ein Zeichen für den Einheitsgedanken setzen, indem sie in allen 16 Bundesländern an bedeutsamen Veranstaltungsorten jeweils ein Konzert gibt. Deutschlandfunk Kultur und der WDR haben ihr Interesse, sich im Sinne einer intensiven medialen Begleitung für den Erfolg des Projektes zu engagieren, bereits zugesagt.

 

Neben Werken aus dem aktuellen Repertoire des Orchesters soll in den Konzerten des Projektjahres 2020 auch eine auf das junge Spitzenensemble der Musikschulen zugeschnittene Komposition gespielt werden, die der Verband deutscher Musikschulen unter den Einsendungen eines Kompositionswettbewerbs mit einer Fachjury ermitteln und prämieren wird. Einzelheiten dazu finden Sie  hier.

 

Jüngstes Spitzenorchester gastiert im Theater Zittau

Gerade einmal 11 Jahre alt sind die jüngsten Mitglieder der Deutschen Streicherphilharmonie und mit 18 Jahren gehören sie bereits zu den „Alten“ in Deutschlands jüngstem Spitzenorchester. Der beste Streichernachwuchs aus dem bundesweiten Raum ist hier versammelt und beeindruckt das Publikum auf deutschen und internationalen Bühnen mit seinem hohen technischen Können und hinreißender Spielfreude.

 

Es ist nicht das erste Mal, dass die Deutsche Streicherphilharmonie in der Oberlausitz gastiert. Sie ist immer wieder gern gesehener Gast bei der Sternemanufaktur in Herrnhut und beim Lausitzer Musiksommer 2016 brillierte sie im Dom zu Bautzen. Nun freuen sich die jungen Musikerinnen und Musiker, am 12. Juli 2019, 17:00 Uhr, im Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau zu konzertieren. Unter der Leitung ihres Chefdirigenten Wolfgang Hentrich spielen sie in der ersten Konzerthälfte Johann Sebastian Bachs Brandenburgisches Konzert  Nr. 3 und das Klavierkonzert Nr. 2 von Frédéric Chopin  – letzteres solistisch besetzt mit der koreanischen Pianistin SoRyang, mit der das Orchester bereits eine erfolgreiche und bereichernde Zusammenarbeit verbindet. Mit der Kammersymphonie op. 110a von Dmitri Schostakowitsch steht im zweiten Konzertteil ein Werk auf dem Programm, das Publikum wie Musiker gleichermaßen zutiefst berührt. Im Anschluss daran weiterzuspielen und -zuhören, ist eine Herausforderung besonderer Art, einfühlsam gelöst mit Edward Elgars „Nimrod“. Furios endet dann der Ausklang mit Antonio Vivaldis „Sommer“ aus den vier Jahreszeiten, op. 8.

 

Nach Zittau erwarten den jungen, hochbegabten Streichernachwuchs in diesem Jahr ein besonderer Konzerthöhepunkt: Am 14. Juli gastiert die Deutsche Streicherphilharmonie zum zweiten Mal in einem der berühmtesten Konzertsäle der Welt, dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Hier werden sie unter anderem erneut gemeinsam mit der Pianistin SoRyang das Klavierkonzert Nr. 2 von Chopin spielen.

 

Die Mitglieder der Deutschen Streicherphilharmonie haben sich über ein Probespiel für die Mitwirkung in dem Bundesauswahlorchester qualifiziert und treffen sich mehrmals im Jahr zu Probenphasen und Konzertreisen. Die hohe Qualität des einzigartig differenzierten Streicherklangs ist vor allem durch die kontinuierliche Arbeit mit dem langjährigen Dozententeam – allesamt Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, dem Patenorchester der DSP – geprägt. 1973 in (Ost-)Berlin als Rundfunk-Musikschulorchester gegründet, ist das Ensemble seit 1991 in der Trägerschaft des Verbandes deutscher Musikschulen. Die Deutsche Streicherphilharmonie wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Konzert der Deutschen Streicherphilharmonie in Zittau

Freitag, 12. Juli 2019, 17:00 Uhr        

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau

Theaterring 12, 02763 Zittau

Tickets online unter www.g-h-t.de

Weitere Informationen unter www.deutsche-streicherphilharmonie.de

Große Erfolge für Mitglieder der Deutschen Streicherphilharmonie bei ?Jugend musiziert"

Beim diesjährigen Bundeswettbewerb „Jugend musiziert" konnten wieder zahlreiche Mitglieder der Deutschen Streicherphilharmonie große Erfolge feiern. Das Orchester gratuliert den Preisträgern:

 

Altersgruppe III

Alexander Bergert, Violine, 2. Preis

Zoe Buschjost, Violine, mit sehr gutem Erfolg teilgenomen

Clemens Fischer, Violine, mit sehr gutem Erfolg teilgenommen

Raphael Tobit KĂĽster, Violine, 1. Preis

Juliana Catriona Laenger, Violine, 2. Preis

Paula Sophie Prudlo, Violoncello, 2. Preis

Leonard Stanoschefsky, Kontrabass, 1. Preis

Jasmin Marie Tittmann, Violine, mit sehr gutem Erfolg teilgenommen

Erich Andrej Wenge, Violine, 3. Preis

 

Altersgruppe IV

 

Eva Brockhaus, Kontrabass, 1. Preis

Marlin Flagmansky, Violine, 3. Preis

Leonore Magdalena Gremm, Violine, 3. Preis

Paula Harders, Violoncello, mit sehr gutem Erfolg teilgenommen

Kei Kashiwabara, Violine, 2. Preis

Julia Knappe, Violine, 2. Preis

Rhoda Josianna Knötzele, Violine, 2. Preis

Lennart Emilian Mäkelä, Violoncello, 3. Preis

Tareq Matar, Violine, 2. Preis

Antonia MĂĽtze, Viola, 1. Preis

Antonia MĂĽtze, Violine, 2. Preis

Sophia Rau, Violine, 3. Preis

Lucilla Rudolph, Violine/Viola, 2. Preis

Rosalie Rudolph, Violine/Viola, 2. Preis

Clara Schmidek, Violoncello, 2. Preis

Alma-Magdalena Staemmler, Violoncello, 1. Preis

Kim-Chi Vanessa Stutzinger, Violine, 1. Preis

Nikolaj Trivukas, Kontrabass, 2. Preis

Rahel Weiler, Violine, 3. Preis

Nele Philine Weisshampel, Violine, 3. Preis

Hemma Wenzler, Violine, 1. Preis

 

Altersgruppe V

Beatriz AragĂłn Carreno, Viola, 1. Preis

Benedict Johannes Brouwer, Kontrabass, 3. Preis

Fiona Buhr, Viola, 2. Preis

Helena Correa, Viola, 2. Preis

Antonia Fabricius, Kontrabass. 3. Preis

Elias Falk, Viola, 1. Preis

Hannah Forg, Violine, 1. Preis

Gioia GroĂźmann, Violine, mit sehr gutem Erfolg teilgenommen

Rosa Hagendorf, Violine, 1. Preis

Fiona Hagner, Violoncello, 3. Preis

Lara Hansmann, Violine, mit sehr gutem Erfolg teilgenommen 

Tobija Harders, Violoncello, mit sehr gutem Erfolg teilgenommen

Leo Herrero Schmidt, Violoncello, mit sehr gutem Erfolg teilgenommen

Noemie Kurth, Violine, 1. Preis

Livia Paté, Viola, 1. Preis

Lea Ruth Preiß, Violine, mit sehr gutem Erfolg teilgenommen 

Chira Lea Scheidner, Kontrabass, 2. und 1. Preis

Marei Schibilsky, Violoncello, 1. Preis

Aaron Schröer, Violoncello, 1. Preis

 

 

Der 56. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" fand vom 6. bis 13. Juni 2019 in Halle (Saale) statt. Mehr als 2.900 Jugendliche hatten sich für das Finale des über drei Wettbewerbsebenen ausgetragenen renommierten Nachwuchswettbewerbs qualifiziert. 1.400 Wertungsspiele standen in den acht Tagen auf dem Programm, 114 Juroren in 29 Gremien bewerteten die künstlerischen Leistungen der jungen Leute und vergaben Punkte und Preise.

Sächsische Verfassungsmedaille 2019 für Wolfgang Hentrich

Die Verfassungsmedaille erhielt Wolfgang Hentrich (Mitte) von Landtags-
präsident Rößler im Beisein der Vizepräsidenten Andrea Dombois und
Horst Wehner ĂĽberreicht. Foto: Steffen FĂĽssel

 

Wolfgang Hentrich, Chefdirigent der Deutschen Streicherphilharmonie, ist am 1. Juni 2019 zusammen mit sechs weiteren Persönlichkeiten vom Präsidenten des Sächsischen Landtages, Matthias Rößler, im Dresdner Ständehaus mit der Sächsischen Verfassungsmedaille ausgezeichnet worden. Die Medaille erhielt er am 5. Juni von Landtagspräsident Rößler im Beisein der Vizepräsidenten Andrea Dombois und Horst Wehner überreicht.

 

In der Begründung heißt es: „Der 1. Konzertmeister der Dresdner Philharmonie ist u. a. Leiter des Philharmonischen Kammerorchesters und leitet seit 2013 die Deutsche Streicherphilharmonie. Er gilt als Förderer einer traditionsreichen sowie neugierig-zeitgenössischen Musikkultur in Dresden und unterstützt begabte Nachwuchsmusiker.“

 

Mit der Verfassungsmedaille werden Männer und Frauen geehrt, die sich auf sozialem, künstlerischem, wissenschaftlichem, wirtschaftlichem oder politischem Gebiet besonders um die Werte der Sächsischen Verfassung verdient gemacht haben.

Die Erfolgsformel für gute Noten - und Kinder, die zum Musikunterricht gehen

Seit Jahren diskutieren Eltern, Lehrer und Politiker, was Kindern dabei hilft, in der Schule erfolgreich zu sein, was ihre Konzentrationsfähigkeit steigert und welche Rolle die familiäre Situation dabei spielt. Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft haben nun in einer neuen Studie untersucht, welche Faktoren tatsächlich einen Einfluss auf die Leistungen von Viertklässlern in der Schule haben – und welche nicht. Das Ergebnis: Kinder, die mehrmals in der Woche in ihrer Freizeit Sport treiben, regelmäßig zum Musikunterricht gehen und in ihrer Freizeit lesen, sind nicht nur besonders gut in Deutsch und in Mathe, sondern können sich auch besser konzentrieren als ihre Mitschüler.

 

In der Studie heißt es: „Eine andere Form des persönlichen Kapitals in Form von kulturellem Kapital kann durch die Teilnahme am Musikunterricht beobachtet werden (Southgate/Roscigno, 2009). Hier zeigt sich ein ähnliches Ergebnis. Kinder, die diesen in Anspruch nehmen, erreichen in den drei Kompetenztests [Mathematik, Lesen und Orthografie] und bei der Konzentrationsfähigkeit deutlich bessere Ergebnisse (…). Durch die Kontrolle für das Bildungsniveau der Eltern und das Haushaltseinkommen kann zu einem gewissen Grad ausgeschlossen werden, dass dieser Zusammenhang allein darauf zurückzuführen ist, dass sich besser gebildete und wohlhabendere Eltern den Musikschulunterricht für ihre Kinder eher leisten können.“

 

Bei der Mediennutzung jedoch gelte: "Wenn Kinder täglich höchstens zwei Stunden Fernsehen schauen oder am Computer spielen, hat das positive Auswirkungen auf die schulischen Leistungen. Wer deutlich mehr Zeit mit Medien verbringt – vier Stunden oder mehr – bekommt von den Lehrkräften deutlich schlechtere soziale Fähigkeiten bescheinigt als Schüler mit maßvollem Medienkonsum".

 

In ihrem Fazit schreiben die Autoren, „dass ein starker Zusammenhang zwischen der Freizeitgestaltung von Grundschulkindern und ihrer Kompetenzentwicklung besteht. Für die Fähigkeiten in Mathematik, Lesen und Orthografie sind dabei insbesondere die sportlichen und musischen Aktivitäten von Bedeutung, wohingegen für die sozialen Fertigkeiten und die Konzentrationsfähigkeit die Mediennutzung eine besonders große Rolle spielt.“ Einer der Schlüsse für die Politik, die die Autoren daraus ableiten ist, „dass den Kindern in Ganztagsschulen und Betreuungseinrichtungen gezielt entwicklungsfördernde Aktivitäten wie Musikschulunterricht und Raum für sportliche Aktivität angeboten werden sollten.“

 

Die IW-Studie „Lebenslagen und Kompetenzentwicklung von Grundschulkindern“

von Wido Geis-Thöne und Ruth Maria Schüler ist abrufbar unter https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/IW-Trends/PDF/2019/IW-Trends_2019-02-06_Grundschulkinder.pdf

Emotionen und Inspiration

Für beinahe 2.900 junge Leute war Halle (Saale) acht Tage die Bundeshauptstadt für Musik. Die Händelstadt präsentierte sich bei bestem Frühsommerwetter von ihrer schönsten Seite und lockte die besten Nachwuchsmusikerinnen und -musiker aus allen Teilen Deutschlands und aus 35 Deutschen Schulen im Ausland zum 56. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert". 1.700 Einzelwettbewerbe standen vom 6. bis 12. Juni im Wettbewerbskalender. Am Abend des 12. Juni 2019 standen die Ergebnisse dann schließlich fest: Die 27 Jurygremien sprachen 627 Musikerinnen und Musikern einen 1. Bundespreis zu, 777 erhielten einen 2. Bundespreis und 892 wurden mit einem dritten Bundespreis ausgezeichnet.

 

"Jugend musiziert", ein Projekt des Deutschen Musikrates, orientiert sich mit seinem Angebot, den verschiedenen Instrumental- und Vokal-Kategorien an der 2001 verabschiedeten UNESCO-Konvention zur kulturellen Vielfalt. Folglich glänzte auch "Jugend musiziert" durch Fülle und Buntheit. Das war zu spüren in der noch jungen Kategorie Gesang (Pop), die mit Authentizität, Eigenkompositionen und Improvisationselementen für aufregende Moment sorgte. Fähigkeiten, die in früheren Epochen auch für die klassischen Kategorien galten, heutzutage aber im Konzertbetrieb keine große Rolle mehr spielen. Nicht jedoch bei "Jugend musiziert": Denn Improvisationstalente waren auch in der Ensemble-Kategorie „Alte Musik“ zu bewundern.

 

Auch das Fremde, Unbekannte und Ăśberraschende hat von jeher einen Platz bei "Jugend musiziert": So zum Beispiel in diesem Bundeswettbewerb in den Kategorien „Bağlama-Ensemble“ und „Hackbrett-Ensemble“, beides Instrumente, die aus der Volksmusik kommen und sich durch "Jugend musiziert" und aufgrund der anspruchsvollen Anforderungen fĂĽr diese Kategorie zu staunenswerter Virtuosität entwickeln.

 

Die Vielfalt der Kulturen verkörpern erst recht die 165 Schüler der Deutschen Schulen im Ausland, die sich für den diesjährigen Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" qualifiziert hatten. Ob aus Portugal oder Ägypten, aus Finnland oder Israel, aus Dublin oder Rom, unter dem Dach von "Jugend musiziert" trafen sie sich mit Gleichgesinnten zum musikalischen Austausch und sorgen so dafür, dass der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" mit der Gesellschaft, in der er stattfindet, ständig Schritt hält und in ihr Impulse setzt.

 

In drei Preisträgerkonzerten zeigten die jungen Musiker ihr Können im vollbesetzten Großen Saal der Händelhalle. Das 1. Preisträgerkonzert wurde live im Mitteldeutschen Rundfunk gesendet, die beiden anderen Konzerte wurden aufgezeichnet und werden am 21. Juni in einer zweistündigen Sendung ab 20:05 in MDR Kultur ausgestrahlt.

 

Welche Wertschätzung der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" auch in der Bundes- und Landespolitik von Sachsen-Anhalt erfuhr, zeigte beispielsweise die Anwesenheit von Bundesjugendministerin Franziska Giffey beim 2. Preisträgerkonzert am 11. Juni, das sie in voller Länge besuchte, mit den Interpreten des Abends diskutierte und in ihrer Rede die fortgesetzte Förderung von "Jugend musiziert" durch ihr Haus zusicherte.

 

Im Begrüßungskonzert am 8. Juni mit der Staatskapelle Halle, in dem die Gastgeberstadt die "Jugend musiziert"-Gäste willkommen hieß, konnte "Jugend musiziert" den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, begrüßen und im Abschlusskonzert am 12. Juni gab Marco Tullner, Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt, "Jugend musiziert" die Ehre.

 

Neben der Auszeichnung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, erlaubten die rund 40 Stiftungen und Institutionen, im Fahrwasser von "Jugend musiziert", mit ihren vielfältigen Stiftungszwecken und Förderprofilen eine punktgenaue und individuelle Förderung herausragender Musikerinnen und Musiker. Sie erhöhen die Attraktivität der Teilnahme am Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" zusätzlich. Sonderpreise im Gesamtwert von 150.000 Euro standen dieses Jahr bereit.

 

2020 wird der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" in Freiburg stattfinden. So wie die Wettbewerbsorte wechseln, so verändert auch "Jugend musiziert" immer wieder behutsam seine Rahmenbedingungen und passt seine musikalisch-künstlerischen Anforderungen den gesellschaftlichen Strömungen an. Zahllose Anregungen kommen von den jungen Musikern selbst: So wird das Zusammenspiel im Ensemble weiterhin eine wichtige Rolle spielen und sich auch auf den Pop-Bereich erstrecken, bisher erlaubt "Jugend musiziert" dort nur eine Teilnahme als Solist. Die türkische Langhalslaute Baglama soll nicht das einzige Instrument bleiben, das die kulturelle Vielfalt repräsentiert.

Wolfgang Jacobi Kompositionspreis 2020

Der Deutsche Harmonika-Verband schreibt in Kooperation mit dem Deutschen Akkordeonlehrer-Verband den „Wolfgang Jacobi Kompositionspreis", einen Nachwuchswettbewerb für junge Komponistinnen und Komponisten aus Europa aus. Ziel ist es, junge Komponistinnen und Komponisten dazu anzuregen, sich mit dem Akkordeonorchester auseinanderzusetzen. Die Altersgrenz liegt bei 35 Jahren.

 

Gefordert wird in der zweiten Auflage des Wettbewerbs ein Werk für Akkordeonorchester mit vier Akkordeonstimmen (maximal je zweifach geteilt), zwei Elektronien oder zwei Keyboards (ad lib.) und Schlagzeug (1 bis 2 Spieler ad lib.) Das Werk soll 10 bis 15 Minuten dauern. Die Komposition darf weder öffentlich aufgeführt noch publiziert worden sein.

 

Die Jury steht unter dem Vorsitz von Prof. Moritz Eggert von der Musikhochschule MĂĽnchen.

 

Weitere Informationen unter www.dhv-ev.de

Goldene Stimmgabel für Sibylle Gräfin Strachwitz

Prof. Ulrich Rademer überreichte Sibylle Gräfin
Strachwitz die goldene Stimmgabel.
Foto: Heiderich/VdM
 
 

Sibylle Gräfin Strachwitz ist bei der Bundesversammlung des VdM am 16. Mai 2019 in Berlin mit der Goldenen Stimmgabel ausgezeichnet worden. Mit lang anhaltendem und lautstarkem Applaus würdigten die Teilnehmer der Bundesversammlung die Vorsitzende der Bundes-Eltern-Vertretung der Musikschulen im VdM (BEV) für ihr großes Engagement für die öffentlichen Musikschulen. Seit vielen Jahren und seit 2009 als Vorsitzende der BEV setzt sie sich für diese ein.

 

Der VdM-Bundesvorsitzende Ulrich Rademacher dankte ihr für ihre sehr erfolgreiche Arbeit und den langen Atem, den sie in ihrem Einsatz für die Belange der Musikschüler und deren Eltern und damit auch der Musikschulen immer wieder beweise. Der Hoffnung Ausdruck gebend, dass sie dieses Engagement weiterführen möge, betonte er, dass diese Ehrung keinesfalls eine für ihr „Lebenswerk“ sei, allenfalls eine Art „Zwischenzeugnis“.

 

In ihrem Dank für die Auszeichnung bezog Gräfin Strachwitz ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem Vorstand der BEV mit ein. Sonja Krischke, Vorsitzende der  Landes-Elternvertretung Brandenburg, sprach ihr in einer sehr persönlichen Laudatio ihre große Hochachtung aus.

2900 Teilnehmer bei "Jugend musiziert" in Halle

Schauplatz der 56. Ausgabe des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert", ist 2019 erstmals die Händel-Stadt Halle und auch für das gastgebende Bundesland ist es eine Premiere: Zwischen 6. und 13. Juni beteiligen sich knapp 2.900 Nachwuchsmusikerinnen und -musiker aus allen Bundesländern und aus 35 Deutschen Auslandsschulen und 22 Staaten am Bundeswettbewerb "Jugend musiziert". Es ist der bisher teilnehmerstärkste in seiner Geschichte. Fünf Konzerte runden die Wettbewerbstage ab. Der Mitteldeutsche Rundfunk begleitet den Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" als Medienpartner in Hörfunk, TV und den sozialen Medien.

 

Im Mittelpunkt des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert" 2019 stehen die rund 1.700 Wertungsspiele vor den 29 Jurygremien mit insgesamt 120 Fachleuten. Alle Wertungsspiele sind öffentlich, der Zutritt ist kostenlos: 22 Institutionen und Einrichtungen, im gesamten Stadtgebiet von Halle, öffnen dazu ihre Türen. Die Wertungsspiele sind wie kleine Konzerte und werden ein ähnlicher Publikumsmagnet sein wie die parallel stattfindenden Händelfestspiele.

 

Die erste Visitenkarte der Gastgeberstadt Halle, mit der sie sich als Musikstadt empfiehlt, ist das Begrüßungskonzert mit der Staatskapelle Halle. Auf dem Programm stehen Werke von Clara Schumann und Astor Piazolla. Zu den Solisten des Abends gehören drei ehemalige "Jugend musiziert"-Bundespreisträger, mit inzwischen internationalem Renommee: Ragna Schirmer (Klavier), Christoph von der Nahmer (Violine), Manuel von der Nahmer (Violoncello). Weitere Highlights in der renommierten Händel-Halle sind die Preisträgerkonzerte mit ihren moderaten Eintrittspreisen: Hier werden sich am 10., 11. und 12. Juni, jeweils ab 20 Uhr, die aktuellen 1. Bundespreisträgerinnen und -preisträger 2019 noch einmal mit Ausschnitten aus ihren Wettbewerbsprogrammen vorstellen. Zu hören sind dann ausgezeichnete Wettbewerbsbeiträge der 2019 ausgeschriebenen Kategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Percussion, Mallets, Gesang (Pop), „Duo: Klavier und ein Blasinstrument“, Klavier-Kammermusik, Vokal-Ensemble, Zupf-Ensemble, Harfen-Ensemble, Alte Musik und Besondere Instrumente.

 

Zum 2. Preisträgerkonzert hat Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey ihr Kommen angekündigt. In diesem Konzert wird auch der vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mit 5.000 Euro dotierte „Sonderpreis für Familienensembles“ überreicht werden. Der DSGV ist Hauptsponsor von "Jugend musiziert".

 

Medienpartner des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert" 2019 ist der Mitteldeutsche Rundfunk, MDR Kultur. Er schneidet die drei Preisträgerkonzerte mit und sendet eines von ihnen live am Montag, 10. Juni, ab 20:05 Uhr im Konzert – Nächste Generation. Die Aufzeichnung der Preisträgerkonzerte vom 11./12. Juni ist am Freitag, 21. Juni, ab 20:05 in der Sendung MDR KULTUR im Konzert – Nächste Generation“ zu hören.

 

Die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau schließlich ist das Herzstück der Wettbewerbsorganisation: Von hier wird ein rund 150-köpfiges Team das achttägige Wettbewerbsgeschehen steuern. Die IHK beherbergt auch die zentrale Anmeldung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

Der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" 2019 wird zu einem Großteil aus Fördermitteln der beiden ständigen Förderer Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Sparkassen-Finanzgruppe aufgebracht. Ergänzt wird diese Grundsicherung durch die Unterstützung aus dem gastgebenden Bundesland Sachsen-Anhalt, der Stadt Halle und ihren Partnern. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert darüber hinaus ganzjährig und zu 100%. die Bundesgeschäftsstelle "Jugend musiziert". In der Organisation wird der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" 2019 unterstützt vom Landesmusikrat Sachsen-Anhalt und der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau.

 

Weitere Informationen unter www.jugend-musiziert.org

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