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VDM News

Friedrich-Koh Dolge ist neuer Bundesvorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen

 

Der neue VdM-Bundesvorsitzende Friedrich-Koh Dolge

(rechts) √ľberreicht Prof. Ulrich Rademacher die Urkunde

als Ehrenvorsitzender. Foto: VdM/Schäfer.

Friedrich-Koh Dolge ist am 13. Mai 2022 in der Bundesversammlung des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) in Regensburg zum neuen Bundesvorsitzenden des Verbandes gew√§hlt worden. Prof. Ulrich Rademacher war zuvor nach fast zehn Jahren als Bundesvorsitzender zur√ľckgetreten und √ľbergab sein Amt an seinen bisherigen Stellvertreter. Als stellvertretender Bundesvorsitzender wurde Volker Gerland gew√§hlt, der bereits seit vielen Jahren Mitglied im Bundesvorstand ist.

 

Friedrich-Koh Dolge erkl√§rte nach der Wahl: ‚ÄěMit gro√üer Freude, aber auch mit gro√üem Respekt und Demut nehme ich die gro√üe Verantwortung an, die mit dem Amt des Bundesvorsitzenden gerade in dieser Zeit verbunden ist. Nicht zuletzt mit Blick auf die vielf√§ltigen Themenstellungen und Herausforderungen f√ľr die √∂ffentlichen Musikschulen, zu denen der Fachkr√§ftemangel in der Musikp√§dagogik ebenso geh√∂rt wie der aktiv zu gestaltende Transformationsprozess in die Digitalit√§t, √ľbernehme ich diese Verantwortung mit Freude, mit Mut in der Entscheidung und vor allem mit Leidenschaft f√ľr die Musik, f√ľr die musikalische Bildung!‚Äú

 

F√ľr seine gro√üen Verdienste w√§hrend seiner langen Amtszeit als Bundesvorsitzender um die √∂ffentlichen Musikschulen und die musikalische Bildung ernannte die Bundesversammlung Prof. Ulrich Rademacher unter stehendem, langem Beifall zum Ehrenvorsitzenden des VdM und der neue Bundesvorsitzende Friedrich-Koh Dolge √ľberreichte ihm dazu eine Urkunde.

 

Eine weitere Ehrung erfuhr im Rahmen der Bundesversammlung Dr. Ulrich Mahlert, Professor f√ľr Musikp√§dagogik, der mit der Goldenen Stimmgabel des VdM ausgezeichnet wurde. In seiner Laudatio hob Prof. Reinhart von Gutzeit, Ehrenvorsitzender und ehemaliger Rektor des Mozarteums Salzburg, seine jahrzehntelanges Engagement f√ľr die √∂ffentlichen Musikschulen im VdM als ‚ÄěProfessor an der Universit√§t der K√ľnste Berlin, der sehr viel dazu beigetragen hat, unser Fach Musikp√§dagogik zu entwickeln und ihm Reputation zu verschaffen. Aus der Lehrt√§tigkeit und dem Professorenamt in Berlin erwuchs auch seine Arbeit f√ľr die Zeitschrift ‚Äö√úben& Musizieren‚Äė, einer Zeitschrift speziell auf die Themen und Bed√ľrfnisse der Musikschulen zugeschnitten‚Äú, so von Gutzeit. Besonders machte sich Mahlert auch verdient beim Musikschulleiter-Lehrgangs des VdM, zu dessen Leitungsteam er viele Jahrzehnte geh√∂rte, bei dem er daf√ľr sorgte, ‚Äědass in den K√∂pfen der Lehrgangsteilnehmer ein Bild von Musikschule entsteht, das gut ist: f√ľr die Sch√ľlerinnen und Sch√ľler, f√ľr die Lehrenden und f√ľr die Kommune‚Äú, betonte von Gutzeit.

?Es ist an der Zeit!?

 

Verabschiedung der Regensburger Erklärung in der Bundesversammlung 2022 des

VdM in Regensburg. Foto: VdM/Heriderich

Zu den dr√§ngenden Personalproblemen an den √∂ffentlichen Musikschulen hat die Bundesversammlung des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) am Wochenende in Regensburg die ‚ÄěRegensburger Erkl√§rung des VdM‚Äú verabschiedet mit dem Aufruf ‚ÄěEs ist an der Zeit! An der Zeit, Nachwuchs zu gewinnen, um Musikschulen zu sichern. Es ist an der Zeit, Abwanderungen in andere Berufsfelder entgegenzuwirken. Es ist an der Zeit, Studierende mit der Perspektive auf eine berufliche Zukunft zu gewinnen, in der die Arbeitsbedingungen den Qualifikationen entsprechen.‚Äú In der Erkl√§rung fordert der VdM als Fachverband die Tr√§ger der Musikschulen auf, "jetzt die Weichen f√ľr die Sicherung der Zukunft von Musikschulen zu stellen! Deshalb bittet der VdM die Kommunalen Spitzenverb√§nde und die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverb√§nde eindringlich, in gemeinsame Gespr√§che einzutreten: √ľber faire Besch√§ftigungsverh√§ltnisse mit zeitgem√§√üer und konkurrenzf√§higer Verg√ľtung zur Struktursicherung von Musikschulen durch die Schaffung geeigneter Voraussetzungen f√ľr zuk√ľnftige Personalgewinnung!‚Äú

 

‚ÄěErbe und Auftrag ‚Äď Zukunft f√ľr und mit Musikschule‚Äú war der Titel unter dem am 13. und 14. Mai 2022 in Regensburg die Hauptarbeitstagung und Bundesversversammlung des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) stattfand. Im Fokus standen dabei die Schwerpunkte Nachwuchsgewinnung, Berufsbild und Besch√§ftigungsverh√§ltnisse, gelungene Digitalisierung, Inklusion und Diversit√§t.

 

Dazu der neu gew√§hlte Bundesvorsitzende des VdM, Friedrich-Koh Dolge: ‚ÄěUnsere Gesellschaft und damit auch wir √∂ffentlichen Musikschulen im VdM stehen vor extrem gro√üen Herausforderungen und Ver√§nderungen. Die Nachwirkungen der globalen Coronapandemie und die Auswirkungen des schrecklichen Ukrainekrieges in finanzieller und insbesondere gesellschaftlicher Hinsicht, aber auch die Herausforderungen, mehr soziale Chancengerechtigkeit, mehr Bildungsgerechtigkeit f√ľr Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu schaffen, erfordert ein enges Zusammenwirken, erfordert einen gro√üen Zusammenhalt aller gesellschaftlichen Player in Deutschland. Wir als VdM wollen einen wertvollen Beitrag dazu leisten!‚Äú

 

Nach der Er√∂ffnung durch den bisherigen VdM-Bundesvorsitzenden Ulrich Rademacher, der nach 10 Jahren in Regensburg von seinem Amt zur√ľckgetreten war, sagte Bundesfamilienministerin Lisa Paus in ihrem Gru√üwort: ‚ÄěMusikschulen bestechen durch die Vielfalt und die Qualit√§t ihres Angebotes. Musikschulen √∂ffnen die T√ľren f√ľr all jene, die ahnen, welche Faszination von Musik, vom eigenen Musizieren ausgehen kann. Und Sie, der VdM, haben Lehrkr√§fte an Ihrer Seite mit gro√üer p√§dagogischer Professionalit√§t ihren Sch√ľlerinnen und Sch√ľlern das Experimentieren und Lernen mit allen Sinnen erm√∂glichen. (‚Ķ) Mich beindruckt, wie leicht es M√ľttern und V√§tern machen, f√ľr relativ kleines Geld und nah am Wohnort musikalisch zu bilden und zu f√∂rdern. Denn es tut der gesamten Gesellschaft gut, wie beherzt sich der VdM auch f√ľr soziale Grundnormen, f√ľr Inklusion, f√ľr Talententwicklung und das musik-kulturelle Leben in St√§dten und Gemeinden einsetzt. Kommunen leisten als Tr√§ger der Musikschulen echte kommunale Daseinsvorsorge √ľber Jahrzehnte hinweg. Zu Recht erkennen die L√§nder mit ihren jeweiligen F√∂rderrichtlinien die Musikschulen als relevante √∂ffentliche Dienstleistungen an.‚Äú

 

 

Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Oberb√ľrgermeisterin der Stadt Regensburg.

Foto: VdM/Heiderich

Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Oberb√ľrgermeisterin der Stadt Regensburg, erkl√§rte in ihrem Gru√üwort zur Er√∂ffnung: ‚ÄěDie Ausrichtung der Hauptarbeitstagung in Regensburg ist f√ľr die Stadt Regensburg und die Sing- und Musikschule nicht nur eine Ehre, sondern auch ein Auftrag: am Puls der Zeit bleiben, Unterrichtsziele und Formate immer wieder neu √ľberdenken, an Bew√§hrtem festhalten, sich den Anforderungen der Zeit stellen, f√ľr Neues offen sein.‚Äú

 

In Regensburg feierte der VdM auch sein 70-j√§hriges Jubil√§um. Ulrich Mahlert, Professor f√ľr Musikp√§dagogik, hob in seinem Vortrag zu ‚Äě70 Jahre VdM: ‚ÄöErbe und Auftrag'‚Äú hervor: ‚ÄěDie Musikschulen

im VdM haben sich im Laufe ihrer 70-j√§hrigen Geschichte immer wieder verj√ľngt. (‚Ķ) Viele Neuerungen der offenen Musikschule, die nahe an bei den Menschen vor Ort, ihren Bed√ľrfnissen und M√∂glichkeiten ist, lassen sich als Resonanzen auf gesellschaftliche Entwicklungen verstehen. Musikschulleitungen sind eingebunden in die √∂rtliche Kommunalpolitik, die ihre Schulen tr√§gt und mitfinanziert. (‚Ķ) Wie die Kommunen insgesamt sind auch ihre verantwortungsvoll betriebenen Musikschulen Orte, in denen weltweite gesellschaftliche Ver√§nderungen hineinwirken. Musikschulen fungieren als Resonanzk√∂rper gesellschaftlicher Ver√§nderungen.‚Äú

 

 

Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Ulrich Mahlert (UdK Berlin), Prof. Christian Höppner

(DMR/DKR), Prof. Reinhart von Gutzeit (Moderation), Dr. Michaela Stoffels (DST)

und Prof. Ulrich Rademacher (VdM). Foto: VdM/Heiderich

In der anschlie√üenden Podiumsdiskussion mit Vertretern der Kommunalen Spitzenverb√§nde, des Deutschen Musikrates, des VdM und der Musikhochschulen betonte Christian H√∂ppner, Pr√§sident des Deutschen Kulturrates und Generalsekret√§r des Deutschen Musikrates, das gro√üe Gewicht des VdM, der wie kein anderer Verband eine Verantwortungsgemeinschaft sei: ‚ÄěDass der VdM ein Tr√§gerverband ist, ist gleichzeitig eine Riesenchance.‚Äú Der VdM m√ľsse auch ‚Äěnoch lauter werden in der Forderung nach verbindlichen Finanzierungsgrundlagen und nach einer L√∂sung f√ľr das Problem des Fachkr√§ftemangels‚Äú.

 

Die Hauptarbeitstagung mit Bundesversammlung hat der VdM in Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg und der Sing- und Musikschule der Stadt Regensburg veranstaltet. Sie wurde gef√∂rdert durch das Bundesministerium f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Stadt Regensburg.

Der VdM ist der Fach- und Tr√§gerverband der √ľber 930 √∂ffentlichen, zumeist kommunalen Musikschulen, in denen in bundesweit rund 21.000 Unterrichtsst√§tten √ľber 1,5 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 39.000 Fachlehrkr√§ften im gesamten Spektrum des Musizierens unterrichtet werden. Er engagiert sich als Fachpartner f√ľr die bundesweite Entwicklung und Umsetzung musikalischer Jugend- und Erwachsenbildung.

 

Die Hauptarbeitstagung mit Bundesversammlung hat der VdM in Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg und der Sing- und Musikschule der Stadt Regensburg veranstaltet. Sie wurde gef√∂rdert durch das Bundesministerium f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Stadt Regensburg.

 

Der VdM ist der Fach- und Tr√§gerverband der √ľber 930 √∂ffentlichen, zumeist kommunalen Musikschulen, in denen in bundesweit rund 21.000 Unterrichtsst√§tten √ľber 1,5 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 39.000 Fachlehrkr√§ften im gesamten Spektrum des Musizierens unterrichtet werden. Er engagiert sich als Fachpartner f√ľr die bundesweite Entwicklung und Umsetzung musikalischer Jugend- und Erwachsenbildung.

Bundeswettbewerb ?Rauskommen" fŁr kulturelle Bildung

Jugendkunstschulen und kulturp√§dagogische Einrichtungen k√∂nnen sich noch bis 15. Juni 2022 am Bundeswettbewerb ‚ÄěRauskommen! Der Jugendkunstschuleffekt‚Äú des Bundesverbands der Jugendkunstschulen und Kulturp√§dagogischen Einrichtungen e. V. (bjke) beteiligen.

Gesucht werden laufende oder k√ľrzlich abgeschlossene Projekte, die neue Wege ausprobieren, um kulturelle Bildung f√ľr m√∂glichst alle Kinder und Jugendliche zug√§nglich zu machen. Dies kann z.B. durch Vernetzung, aktive Partizipation von Kindern und Jugendlichen oder spannende Ankn√ľpfungspunkte an Jugendkulturen und digital-analoge Praktiken gelingen.

 

Einrichtungen, die aufgrund der Corona-Krise kontaktfreie oder digitale kulturp√§dagogische Angebote entwickelt haben oder gefl√ľchteten Kindern und Jugendlichen mit kulturp√§dagogischen Methoden das Ankommen in Deutschland erleichtern, sind explizit aufgefordert, auch diese Projekte einzureichen. Denn die kleinen und gro√üen Experimente k√∂nnen Kindern und Jugendlichen Raum geben, um in schwierigen Zeiten ihre Gef√ľhle, Sorgen und Standpunkte mit Kunst und Kultur auszudr√ľcken, mit anderen zu teilen und sichtbar zu machen. ‚ÄěRauskommen!" wird vom Bundesministerium f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend gef√∂rdert. Die Schirmherrschaft hat die Bundesjugendministerin Lisa Paus √ľbernommen.

Ausschreibung und Bewerbung unter: https://www.bjke.de/ausschreibung-rauskommen.html

Erbe und Auftrag ? Zukunft fŁr und mit Musikschule

Gemeinsame Pressemitteilung des Verbandes deutscher Musikschulen und der Stadt Regensburg

 

Regensburg/Bonn, 12. Mai 2022. Am 13. und 14. Mai 2022 findet unter dem Titel ‚ÄěErbe und Auftrag ‚Äď Zukunft f√ľr und mit Musikschule‚Äú in Regensburg die Hauptarbeitstagung und Tr√§gerkonferenz mit Bundesversammlung des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) statt. In seinem heutigen Pressegespr√§ch hat sich der Verband zu den aktuellen Schwerpunkten seiner Arbeit positioniert, in deren Mittelpunkt die Themen Nachwuchsgewinnung, Berufsbild und Besch√§ftigungsverh√§ltnisse, gelungene Digitalisierung, Inklusion und Diversit√§t an den √∂ffentlichen Musikschulen stehen.

 

 

Pressegespräch zur Hauptarbeitstagung des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM)

am 13./14. Mai 2022 in Regensburg mit Friedrich-Koh Dolge, stellvertretender

Bundesvorsitzender des VdM, Prof. Ulrich Rademacher, Bundesvorsitzender des VdM,

Wolfgang Dersch, Kulturreferent der Stadt Regensburg und Wolfgang Graef, Leiter der

Sing- und Musikschule der Stadt Regensburg (v.l.n.r.). Foto: VdM/Kerstin Heiderich

Ulrich Rademacher, Bundesvorsitzender des VdM, betonte: ‚ÄěWir wollen ‚Äď so vehement und √ľberzeugt wie bei unserer Gr√ľndung vor 70 Jahren ‚Äď allen Menschen Zugang zu musikalischer Bildung erm√∂glichen, als ‚ÄöGrundnahrungsmittel‚Äė genauso wie als h√∂chste Kunst, f√ľr ein Leben mit Musik in all ihrer Vielfalt. Daf√ľr gilt es sofort zu handeln, um den Fachkr√§ftemangel zu beseitigen, Wertsch√§tzung f√ľr musikalische Bildung und eine entsprechende Bezahlung zu erreichen und um eine p√§dagogisch und organisatorisch gelungene Digitalisierung zu erm√∂glichen. Wir freuen uns, gerade diese Jubil√§ums-Veranstaltung hier in Regensburg durchf√ľhren zu k√∂nnen, in einer Stadt, die uns eindrucksvoll und sympathisch zeigt, wie befruchtend ein verantwortungsvoller Tr√§ger eine Vorzeige-Musikschule unterst√ľtzt!‚Äú

 

Wolfgang Dersch, Kulturreferent der Stadt Regensburg, erkl√§rte: ‚ÄěUnsere Sing- und Musikschule ist ein wesentlicher Bestandteil der Stadtkultur. Hier werden nicht nur Instrumental- und Vokalfertigkeiten erlernt, sondern im gemeinsamen Singen und Musizieren wesentliche Schl√ľsselkompetenzen kultureller Bildung erworben.‚Äú

 

Eingeleitet wird die Bundesversammlung am Freitag, 13. Mai 2022, um 13.00 Uhr durch den Bundesvorsitzenden des VdM, Ulrich Rademacher, die Oberb√ľrgermeisterin der Stadt Regensburg, Gertrud Maltz-Schwarzfischer und eine Videobotschaft der Bundesministerin f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lisa Paus. Danach h√§lt Ulrich Mahlert, Professor f√ľr Musikp√§dagogik, zum 70. Jubil√§um des VdM einen Vortrag √ľber ‚Äě‚ÄöErbe‚Äė und ‚ÄöAuftrag‚Äė ‚Äď Musikschulen als Resonanzorte gesellschaftlicher Entwicklungen‚Äú, gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der Kommunalen Spitzenverb√§nde, des Deutschen Musikrates, des VdM und der Musikhochschulen zu diesem Themenfeld.

 

Die Hauptarbeitstagung mit Bundesversammlung veranstaltet der VdM in Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg und der Sing- und Musikschule der Stadt Regensburg. Sie wird gef√∂rdert durch das Bundesministerium f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Stadt Regensburg.

 

Der VdM ist der Fach- und Tr√§gerverband der √ľber 930 √∂ffentlichen, zumeist kommunalen Musikschulen, in denen in bundesweit rund 21.000 Unterrichtsst√§tten √ľber 1,5 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 39.000 Fachlehrkr√§ften im gesamten Spektrum des Musizierens unterrichtet werden. Er engagiert sich als Fachpartner f√ľr die bundesweite Entwicklung und Umsetzung musikalischer Jugend- und Erwachsenbildung.

 

Weitere Informationen unter www.musikschulen.de.

 

                                                                                                    

Pressekontakt:

Claudia Wanner

Pressesprecherin

Verband deutscher Musikschulen

Tel. 0228 / 95 706-21

mobil 0171 / 7364487

presse( at )musikschulen.de

Juliane von Roenne-Styra
Pressesprecherin der Stadt Regensburg

Tel. 0941 /507-4100

pressestelle( at )regensburg.de

?Friedenstag der Musik?

Die Musikwelt ist entsetzt √ľber den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Und sie ist vereint in ihrer Anteilnahme und Solidarit√§t mit der Zivilbev√∂lkerung der Ukraine, in ihrer Forderung nach Frieden! Daher findet der diesj√§hrige ‚ÄěTag der Musik‚Äú als ‚ÄěFriedenstag der Musik‚Äú statt, an dem mit den Mitteln der Musik Zeichen gesetzt werden f√ľr Freiheit, Demokratie und Frieden. Der Deutsche Musikrat ruft gemeinsam mit dem Bundesmusikverband Chor und Orchester, dem Bundesverband der Freien Musikschulen, dem Bundesverband Musikunterricht, der Society Of Music Merchants und dem Verband deutscher Musikschulen alle Musikliebenden ‚Äď ob im Amateur- oder im Profibereich, ob in klassischen Genres oder in der Pop- und Jazzmusik, ob alt oder jung ‚Äď zur Teilnahme am ‚ÄěFriedenstag der Musik‚Äú 2022 auf.

 

Musik ist Frieden,

 

Prof. Martin Maria Kr√ľger, Pr√§sident des Deutschen Musikrates: ‚Äěweil sich im gemeinsamen Musizieren gegenseitiger Respekt und emotionale N√§he manifestieren.‚Äú

Benjamin Strasser MdB, Pr√§sident des Bundesmusikverbands Chor & Orchester: ‚Äěweil sie Menschen und Kulturen verbindet.‚Äú

 

Mario M√ľller, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Freien Musikschulen: ‚Äěweil gemeinsames Musizieren das Gemeinschaftsgef√ľhl st√§rkt und so auch zur V√∂lkerverst√§ndigung beitr√§gt. Trost, Kraft, Zuversicht ‚Äď Kann Musik noch mehr?‚Äú

 

Prof. Dr. Michael Pabst-Krueger, Pr√§sident des Bundesverbands Musikunterricht: ‚Äěweil Musik in besonderer Weise gemeinsames Erleben in den Mittelpunkt stellen und Grenzen √ľberwinden kann.‚Äú

Prof. Dr. J√ľrgen Oberschmidt, Pr√§sident des Bundesverbands Musikunterricht: ‚Äěweil in der Musik unabh√§ngige und eigenst√§ndige Stimmen zusammengef√ľhrt werden k√∂nnen, die dann ein gemeinsames und harmonisches Ganzes ergeben.‚Äú

 

Prof. Ulrich Rademacher, Vorsitzender des Verbands deutscher Musikschulen: ‚Äěweil wir mit Musik auf das, was uns bedrohlich erscheint, was uns einsam macht, was uns zu verh√§rten droht, reagieren k√∂nnen. Sie hilft, uns einerseits ber√ľhren zu lassen, andererseits aber auch mit Musik etwas loswerden zu k√∂nnen. So kann durch Musik etwas, das erstarrt ist, wieder in Fluss kommen.‚Äú

 

Der Aktionstag wird 2022 von der Kampagne #MusikIstFrieden begleitet: Pers√∂nlichkeiten aus Politik und Kultur akzentuieren dabei aus verschiedenen Perspektiven die Bedeutung der Musik als verbindungs- und friedenstiftende und damit auch gesellschaftspolitische Kraft. Die Kampagnenbeitr√§ge werden rund um den Aktionstag auf der Website und den Social Media-Kan√§len des Deutschen Musikrates ver√∂ffentlicht. Der Tag der Musik findet seit 2009 j√§hrlich auf Initiative des Deutschen Musikrates statt und wird von der Beauftragten der Bundesregierung f√ľr Kultur und Medien und der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten gef√∂rdert. N√§heres zur Initiative ‚ÄěTag der Musik‚Äú erfahren Sie unter https://www.musikrat.de/musikpolitik/tag-der-musik und in einem dort ver√∂ffentlichten Erkl√§rvideo.

Austausch-Kammermusikprojekt zwischen den Meeren

Endlich ging es f√ľr die 21 talentierten Musikerinnen und Musiker aus Th√ľringen in den Norden. Bereits im Herbst 2019 startete das einzigartige Austausch-Kammermusikprojekt mit dem Besuch der schleswig-holsteinischen Stipendiaten der Studienvorbereitenden Ausbildung (SVA) im th√ľringischen Sonderhausen, wo sie gemeinsam mit den jungen Musikeren vor Ort eine Kammermusikwoche verbrachten. Nachdem der Gegenbesuch coronabedingt mehrfach verschoben werden musste, war es am 9. April 2022 so weit. Die Th√ľringer durften ihre Koffer packen und in Schleswig-Holstein eine Woche lang Musik machen.

 

Ein Musikprojekt, das Geschichte schreibt: 30 talentierte Musikerinnen und Musiker aus zwei Bundesl√§ndern musizierten eine Woche gemeinsam. W√§hrend der Kammermusikwoche, die im Nordkolleg Rendsburg stattfand, erarbeitete die Teilnehmer unter Anleitung des bundesland√ľbergreifenden Doziententeams ein anspruchsvolles Konzertprogramm. Gleich in den ersten Stunden war der lebendige Austausch in allen Ecken sp√ľrbar und sogar die ersten gemischten Ensembles entstanden. Neben gemeinsamen Proben sorgte ein buntes Ausflugsprogramm f√ľr Abwechslung, das den Th√ľringern das Bundesland zwischen den Meeren n√§herbrachte. So entstanden w√§hrend dieser Woche nicht nur neue Kammermusikensembles sondern auch selbstkomponierte St√ľcke, tiefe Freundschaften und nachhaltige Erinnerungen.

 

Die sieben Probentage endeten in gleich zwei gut besuchten Konzerten am Karfreitag im Nordkolleg Rendsburg und am Karsamstag in der Musikschule der Landeshauptstadt Kiel. Gemeinsam spielten die 30 SVA-Stipendiaten Werke von Purcell bis hin zur Urauff√ľhrung des St√ľcks eines Stipendiaten, welches neben einem quasi sinfonisch besetztes Blockfl√∂ten-Konzert sicherlich zu den Highlights der Konzerte geh√∂rte.

 

Die Kooperation zwischen den beiden Stipendienprogrammen hat erneut bewiesen, dass Musik verbindet. Das musikalische Austausch-Projekt ist so gut gelungen, dass der Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein auch in Zukunft kammermusikalische Austauschformate pflegen möchte.

Erbe und Auftrag ? Zukunft fŁr und mit Musikschule

Am 13. und 14. Mai 2022 findet unter dem Titel ‚ÄěErbe und Auftrag ‚Äď Zukunft f√ľr und mit Musikschule‚Äú in Regensburg die Hauptarbeitstagung und Tr√§gerkonferenz mit Bundesversammlung des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) statt.

 

Eingeleitet wird die Bundesversammlung am Freitag, 13. Mai 2022, um 13.00 Uhr durch den Bundesvorsitzenden des VdM, Ulrich Rademacher, den Kulturreferenten der Stadt Regensburg, Wolfgang Dersch und eine Videobotschaft der Bundesministerin f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lisa Paus. Danach h√§lt Ulrich Mahlert, Professor f√ľr Musikp√§dagogik, zum 70. Jubil√§um des VdM einen Vortrag √ľber ‚Äě‚ÄöErbe‚Äė und ‚ÄöAuftrag‚Äė ‚Äď Musikschulen als Resonanzorte gesellschaftlicher Entwicklungen‚Äú, gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der Kommunalen Spitzenverb√§nde, des Deutschen Musikrates, des VdM und der Musikhochschulen zu diesem Themenfeld.

 

Bei der Hauptarbeitstagung werden Vertreter aus den 932 Mitgliedschulen des VdM √ľber aktuelle Themen der Musikschularbeit beraten und diskutieren. Im Fokus stehen dabei die Themen Nachwuchsgewinnung, Berufsbild und Besch√§ftigungsverh√§ltnisse, gelungene Digitalisierung sowie Inklusion und Diversit√§t an den √∂ffentlichen Musikschulen.

 

Die Hauptarbeitstagung mit Bundesversammlung wird vom VdM in Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg und der Sing- und Musikschule der Stadt Regensburg veranstaltet. Sie wird gef√∂rdert durch das Bundesministerium f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Stadt Regensburg.

 

Der VdM ist der Fach- und Tr√§gerverband der √ľber 930 √∂ffentlichen, zumeist kommunalen Musikschulen, in denen in bundesweit rund 21.000 Unterrichtsst√§tten √ľber 1,5 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 39.000 Fachlehrkr√§ften im gesamten Spektrum des Musizierens unterrichtet werden. Er engagiert sich als Fachpartner f√ľr die bundesweite Entwicklung und Umsetzung musikalischer Jugend- und Erwachsenbildung.

 

Weitere Informationen unter www.musikschulen.de.

 


Gemeinsame Presseeinladung des Verbandes deutscher Musikschulen und der Stadt Regensburg zum Pressegespräch am 12. Mai 2022 und zur Eröffnung der Bundesversammlung am 13. Mai 2022 in Regensburg

 

Pressegespräch

am Donnerstag, 12. Mai 2022, um 11.00 Uhr

im Alten Rathaus der Stadt Regensburg

Zimmer 18

Rathausplatz 1, 93047 Regensburg

 

Es sprechen:

  • Prof. Ulrich Rademacher
    Bundesvorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen
  • Wolfgang Dersch
    Kulturreferent der Stadt Regensburg
  • Friedrich-Koh Dolge
    Stellv. Bundesvorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen
  • Wolfgang Graef
    Leiter der Sing- und Musikschule der Stadt Regensburg

 

In dem Pressegespräch werden die inhaltlichen Schwerpunkte der Hauptarbeitstagung und Bundesversammlung vorgestellt sowie aktuelle Informationen zu den Musikschulen in Deutschland und in Regensburg gegeben. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Einzelinterviews.

 

Medienvertreter sind zum Pressegespräch am 12. Mai 2022, um 11.00 Uhr im Alten Rathaus und zur Eröffnung der Bundesversammlung am Freitag, 13. Mai 2022, um 13.00 Uhr im Neuhaussaal Regensburg herzlich eingeladen.

 

Bitte beachten Sie die aktuellen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen der Stadt Regensburg. 

 

Anmeldungen von Pressevertretern bitte unter presse( at )musikschulen.de, Tel. 0171-7364487 oder unter pressestelle( at )regensburg.de, Tel. 0941 / 507-4100.

 

                                                                                                     

Pressekontakt:

Claudia Wanner

Pressesprecherin

Verband deutscher Musikschulen

Tel. 0228 / 95 706-21

mobil 0171 / 7364487

presse( at )musikschulen.de

Juliane von Roenne-Styra
Pressesprecherin der Stadt Regensburg

Tel. 0941 /507-4100

pressestelle( at )regensburg.de

 

GlŁcksfall fŁr Kontrabassspieler

Von einem ‚ÄěGl√ľcksfall‚Äú spricht Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, wenn er die Arbeit des ‚ÄěForums Kontrabass‚Äú beschreibt. Andreas Ehelebe, Solobassist der Staatskapelle Dresden, berichtet gar, dass sein Leben dadurch ‚Äěin die entscheidende Richtung gelenkt wurde, wof√ľr ich unendlich dankbar bin‚Äú. Seit nunmehr 20 Jahren gelingt es einem eigenartigen Verein, der urspr√ľnglich den langweiligen Namen ‚ÄěP√§dagogische Arbeitsgemeinschaft Kontrabass Baden-W√ľrttemberg‚Äú, kurz pak-bw, trug, Menschen zu begeistern.

 

 

Kontrabass-Workshop in der Landesakademie Ochsenhausen.

Foto: Song Choi

Vor 20 Jahren hat sich ein gewisser Song Choi in Leutkirch im Allg√§u aufgemacht, Patrick S√ľskind und sein humoriges Theaterst√ľck ‚ÄěDer Kontrabass‚Äú L√ľgen zu strafen. Seine These: Kontrabass ist nicht langweilig, Kontrabass ist nichts f√ľr Einzelg√§nger in den hinteren Reihen des Orchesters, Kontrabass ist f√ľr M√§dchen und Jungs genauso spannend wie f√ľr Sp√§teinsteiger. Man braucht f√ľr das Instrument keine Pranken und darf gerne auch hochmusikalisch sein. Seither treffen sich 50, 60, 70, 80 Bassisten jeden Alters und Geschlechts regelm√§√üig zu ‚ÄěKontrabass-Workshops‚Äú in Ochsenhausen und bringen das massive Klostergeb√§ude der ‚ÄěLandesakademie f√ľr die musizierende Jugend Baden-W√ľrttemberg‚Äú zum Beben.

 

Das Ungew√∂hnliche daran ist nicht nur, dass es so viele begeisterte Instrumentalisten gibt (Song Choi unterrichtet an seinen Musikschulen im Allg√§u und in Vorarlberg seit √ľber 20 Jahren zwischen 30 und 35 Sch√ľlerinnen und Sch√ľler). Wirklich au√üergew√∂hnlich ist, dass dort hochrangige Professoren ihres Fachs mit Kindern zusammenspielen, die gerade mal leere Saiten streichen k√∂nnen. International renommierte Jazz-Bassisten jammen mit Anf√§ngern. Alles, was Spa√ü macht, ist erlaubt. Und dann macht dem einen und der anderen auch Hochleistung Spa√ü: Das Flageolett-Spiel auf der G-Saite, die umgeschriebene Violinstimme.

 

Und so trifft Kirill Petrenko dann eben immer wieder auf Bassisten, die beim ‚ÄěForum Kontrabass‚Äú die Liebe zu ihrem Instrument entdeckt haben. Weil diese Initiative ‚Äědas Niveau des Kontrabassspiels deutlich angehoben hat‚Äú. Weil dieses Forum ‚ÄěWegbereiter der Nachwuchsf√∂rderung‚Äú in Deutschland ist. So der Chef der Berliner Philharmoniker.

 

Konkret hei√üt das: Beim ‚ÄěForum Kontrabass‚Äú ist niemand zu jung. Wenn Erstkl√§ssler zu klein f√ľr das gro√üe Instrument scheinen, dann baut man sich eben eine Miniaturausgabe. Eine Entwicklung von Song Choi gemeinsam mit dem Kontrabassbauer Dominik Hufnagel. Unterst√ľtzt von der Firma Pirastro, die eigens 1/16-Saiten daf√ľr entwickelt hat.Es funktioniert! Und dann entsteht eine Gruppendynamik: Die gemeinsamen Veranstaltungen mit den Gro√üen und Guten spornen an, wie zahlreiche Gratulanten zum 20-j√§hrigen Bestehen des Forums Kontrabass r√ľckblickend berichten.

 

Das Forum Kontrabass ist urspr√ľnglich ein Zusammenschluss von 16 begeisterten Kontrabasslehrerinnen und -lehrern im Landesverband der Musikschulen Baden-W√ľrttembergs. Wenn immer wieder der Name Song Choi f√§llt, liegt das unbestritten daran, dass der heute 53-J√§hrige vor 20 Jahren ein wesentlicher Motor der Initiative war ‚Äď und bis heute ist.

 

Seine Begabung liegt unter anderem darin, in jungen Menschen Talente zum Leben zu erwecken, von denen diese selber kaum etwas ahnten. Weil Musik f√ľr ihn nicht nur angestrengte Hochkultur ist, sondern auf jedem Niveau zur Bereicherung des Lebens dienen kann, lassen sich viele auf seinen Unterricht ein. Und siehe da: Wer offen ist f√ľr jede Begabung, der entdeckt am Ende auch reichlich Spitzenbegabungen. Die Musikhochschule Stuttgart hat ihn f√ľr sein p√§dagogisches Wirken zum Honorarprofessor ernannt, Lehrauftr√§ge f√ľr Musikp√§dagogik und Kontrabassspiel wurden ihm auch vom Mozarteum Salzburg oder der Frankfurter Musikhochschule erteilt.

 

Song Choi spielt regelm√§√üig im Symphonieorchester Vorarlberg in Bregenz, er schreibt Kinderb√ľcher, die f√ľr den Kontrabass werben, er improvisiert zu experimentellen Passionsauff√ľhrungen, er unterrichtet Didaktik ‚Äď und f√ľhrt den ganz normalen Unterrichtsbetrieb f√ľr Anf√§nger und Fortgeschrittene im W√ľrttembergischen Allg√§u fort. Das ist das ganz Besondere am Forum Kontrabass: Es geht dem Gr√ľnder und seinen Mitstreitern nicht um Karrieren, sondern um Freude am Spiel, und wie man die am besten weitergeben kann. Das steckt an. Seit 20 Jahren.

 

Joachim Rogosch

Neuanfang mit dem Zeigefinger

Bis vor circa vier Jahren konnte Tara beim Erlernen eines neuen Klavierst√ľckes die Noten noch mit ihren Augen lesen. Zwar war sie schon damals sehbehindert, doch mit starker Vergr√∂√üerung am Tablet gelang es ihr, die sogenannte Punktnotation zu dechiffrieren. Nach einer Operation nahm ihre Sehkraft innerhalb k√ľrzester Zeit so stark ab, dass ihr dies nicht mehr m√∂glich war. Mit dem Klavierspielen aufzuh√∂ren, kam f√ľr die heute 19-J√§hrige nicht infrage, zu gro√ü ist ihre Leidenschaft f√ľr die Musik und das Klavierspielen.

 
Bachs ¬ĽWohltemperiertes Klavier¬ę in Blindenschrift. Foto: HSKD

Und so √ľbt sich Tara seit einiger Zeit im Ertasten der Noten, denn gl√ľcklicherweise werden nicht nur Texte sondern auch Noten in Punktschrift √ľbertragen. Erdacht wurde das System von eben jenem Pionier, der auch die Blindenschrift erfand: Louis Braille (1809-1852). Er, selbst Organist, √ľbersetzte ganze Orgelpartituren in die auf dem ‚ÄěSechs-Punkt-System" basierende Notenschrift, die bis heute als Standartschrift in Verwendung ist. Einfach zu erlernen ist sie jedoch nicht, wie Tara zu berichten wei√ü, die sich gerade Bachs ¬ĽWohltemperiertem Klavier¬ę widmet. Nachdem Tara im letzten Jahr den ersten Band des Werkes durch die finanzielle Unterst√ľtzung des F√∂rdervereins ‚ÄěFreunde des HSKD e. V." erwerben konnte, unterst√ľtzte sie der Verein auch bei der Anschaffung des zweiten Bandes. ‚ÄěIch freue mich wirklich sehr dar√ľber. Und das Tolle ist, dass die Nachricht genau an meinem Geburtstag ankam", erz√§hlt Tara.


Doch wer bringt blinden Menschen das Lesen der besonderen Noten bei? ‚ÄěZweimal j√§hrlich bietet der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. einw√∂chige Kurse zum Erlernen der Notenschrift f√ľr sehbehinderte Menschen an", berichtet Tara. Zudem pflegt sie engen Kontakt zu einer Kursdozentin, die ihr bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht. Denn die zu ertastende Notation h√§lt so einige T√ľcken und Schwierigkeiten bereit. So werden die Stimmen f√ľr die rechte und linke Hand nicht untereinander sondern abschnittsweise nacheinander notiert, da der Finger nur eine Zeile ertasten kann. Das ‚ÄěZusammensetzen" obliegt dann der Pianistin bzw. dem Pianisten. √úberhaupt sind mehrere Zeichen notwendig, um eine Note zu beschreiben: f√ľr die Note selbst, die entsprechende Oktavlage, f√ľr ein eventuelles Vorzeichen und die Artikulation. Hinzu kommen m√∂glicherweise noch Stimmzeichen, Intervallzeichen oder Fingers√§tze. Das Positive ist, so Tara, ‚Äědass das nervige Z√§hlen der Hilfslinien entf√§llt" und lacht.


Mit ihrer positiven Einstellung und Willensst√§rke l√§sst sie sich nicht entmutigen, freut sich √ľber interessierte Fragen und sieht sich als Botschafterin, verk√ľndend, dass auch ohne Augenlicht fast
alles m√∂glich ist. So wird Tara in wenigen Wochen gemeinsam mit ihrem Duopartner beim Wettbewerb ‚ÄěJugend musiziert" antreten.

 

http://www.hskd.de
 

Aufruf des Verbandes deutscher Musikschulen zur Hilfe fŁr die Ukraine und die GeflŁchteten in Deutschland

Der Verband deutscher Musikschulen (VdM) ist entsetzt √ľber den von Pr√§sident Putin gef√ľhrten brutalen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und fordert dringend die Einstellung aller kriegerischen und gewaltsamen Handlungen und damit das Ende des Blutvergie√üens.

 

Putins Krieg ist ein Angriff auf die Grundprinzipien von Menschenrechten, Demokratie und Freiheit ‚Äď nicht nur in der Ukraine, sondern auf der ganzen Welt. Dieser sinnlose Krieg ist auch ein schwerwiegender Angriff auf die in der UN-Kinderrechtskonvention, in der UN-Menschenrechtskonvention und in den von den Vereinten Nationen verabschiedeten ‚ÄěNachhaltigen Entwicklungszielen‚Äú (SDGs) festgelegten Rechten aller Menschen auf Frieden und Freiheit.

 

Der VdM setzt sich gemeinsam mit den 932 √∂ffentlichen Musikschulen in Deutschland f√ľr Frieden, Vielfalt und Freiheit ein.

 

In der Kultur, wie in allen gesellschaftlichen Bereichen Deutschlands, wird auf den Krieg mit klaren Zeichen der Solidarit√§t reagiert. Die √∂ffentlichen Musikschulen unterst√ľtzen mit vielf√§ltigen Angeboten und Aktionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die aufgrund des brutalen Angriffskrieges auf die Ukraine hierher fl√ľchten mussten oder noch in der Ukraine sind. Beispiele daf√ľr sind

  • Friedens- und Benefizkonzerte
  • Willkommensprojekte (auch in Erstaufnahmeeinrichtungen) finanziert z.B. √ľber Projektmittel von ‚ÄěKultur macht stark‚Äú (https://www.musikschulen.de/projekte/kultur-macht-stark) oder √ľber F√∂rdermittel des Projekts ‚ÄěHeimat: Musik‚Äú in NRW z.B. f√ľr Mutter-Kind-Angebote (https://lvdm-nrw.de/arbeitsbereiche/heimat-musik).
  • Spenden wie z.B. dem vom Landesverband der Musikschulen in NRW kurzfristig eingerichtetem Spendenkonto (https://lvdm-nrw.de/ukraine-wir-helfen) oder den aus den Medien bekannten Spendenkonten (UNICEF, ARD, ZDF, ‚Ķ )
  • entgeltfreie/geb√ľhrenfreie Unterrichtsangebote
  • kostenfreie Instrumentenausleihe
  • kostenfreie Aufnahme und Einbeziehung in Musikschulensembles
  • Einbeziehung gefl√ľchteter Lehrkr√§fte in die Musikschularbeit
  • Einbeziehung der kulturellen Kompetenzen im Lehrkollegium (auch au√üermusikalisch wie z.B. durch Dolmetschen u.a.m.)
  • Einbeziehung von Elternvertretungen und F√∂rdervereinen zur Unterst√ľtzung der Hilfsaktionen und -angebote
  • Unterst√ľtzung von musikalischen Angeboten f√ľr Gefl√ľchtete in Kooperationen mit allgemein bildenden Schulen und Kindertageseinrichtungen
  • Mitwirkung in kommunalen Netzwerken der Fl√ľchtlingshilfe
  • Aktionen von Musikschulen im Rahmen von St√§dtepartnerschaften
  • u.a.m. (‚Äď> Beispiele bitte an den VdM senden, danke!)

 

Die Musikschulen haben hierbei auch eine kulturelle Verantwortung, Ausgrenzung etwa russischst√§mmiger Kinder, Jugendlicher und Erwachsener zu verhindern und keine Klassenunterschiede bei Gefl√ľchteten zuzulassen, um Vers√∂hnung wieder zu erm√∂glichen.

 

Weitere Hilfsmaßnahmen und Spendenmöglichkeiten:

 

 

 

 

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