Kreismusikschule Johann Sebastian Bach in Mühlhausen Thüringen
Sie sind hier: Startseite

VDM News

?Digitale Agenda? in Sachsen-Anhalt

Um öffentliche Musikschulen in Sachsen-Anhalt fit fĂŒr die digitale Zukunft zu machen, fördert das Wirtschaftsministerium ein entsprechendes Projekt des Landesverbandes der Musikschulen Sachsen-Anhalt e.V. (LVdM) im Rahmen der „Digitalen Agenda“ mit 200.000 Euro. Dadurch können alle 20 LVdM-Einrichtungen mit entsprechender Technik ausgestattet werden; so werden u.a. alle fest angestellten LehrkrĂ€fte ein digitales EndgerĂ€t erhalten. DarĂŒber hinaus sollen im Rahmen einer Studie in Kooperation mit der Hochschule Magdeburg-Stendal vor Ort Workshops stattfinden, um den Einsatz digitaler Medien bei der musikpĂ€dagogischen Arbeit zu optimieren. Inklusive eines Eigenanteils von 50.000 Euro investiert der LVdM insgesamt 250.000 Euro.

 

Digitalisierungs-StaatssekretĂ€r Thomas WĂŒnsch hat den Förderbescheid ĂŒber 200.000 Euro am 5. Mai an LVdM-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christian Reineke ĂŒberreicht. WĂŒnsch sagte: „In Corona-Zeiten spielt die Musik vor allem online. Die Pandemie stellt Musikschulen und -schĂŒler vor große Herausforderungen. Deshalb unterstĂŒtzen wir den Landesverband dabei, in die technische Basis fĂŒr digitalen Unterricht zu investieren und diesen an die musikpĂ€dagogischen BedĂŒrfnisse anzupassen. Von diesem Schritt in die digitale Zukunft werden die Musikschulen und deren UnterrichtsqualitĂ€t auch nach Corona profitieren.“

 

Reineke betonte: „Unser Ziel ist es, die Akteure an den Musikschulen zu vernetzen und ihre digitalen Kompetenzen zu stĂ€rken. Hierzu wird das Projekt inhaltlich durch Prof. Dr. Michael Herzog und seine Forschungsgruppe SPiRIT von der Hochschule Magdeburg-Stendal begleitet. Durch Ideen- und KreativwerkstĂ€tten sowie Vor-Ort-Workshops sollen die spezifischen Herausforderungen der einzelnen Musikschulen mit Blick auf Leitbild, Standort oder pĂ€dagogisch-didaktische Schwerpunkte berĂŒcksichtigt werden. Das Ergebnis wird dann in einer wissenschaftlichen Studie veröffentlicht.“

 

(Quelle:https://mw.sachsen-anhalt.de)

Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai

Am 5. Mai ist der Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Bereits seit 1992, also seit nunmehr 23 Jahren, veranstalten verschiedenste VerbĂ€nde und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai deutschlandweit den EuropĂ€ischen Aktions- und Protesttag der Menschen mit Behinderung. Der Protesttag fĂ€llt dabei nicht zufĂ€llig auf das gleiche Datum wie der Europatag, denn die Botschaft lautet „Ein einiges Europa fĂŒr alle Menschen“.

 

Auch der Verband deutscher Musikschulen (VdM) und seine Mitgliedschulen, die öffentlichen Musikschulen in Deutschland, vertreten die Leitidee einer inklusiven Gesellschaft, wie sie auch seit der Ratifizierung der UN-Konvention ĂŒber die Rechte von Menschen mit Behinderung im Jahre 2009 umzusetzen ist.

 

Musik mit Menschen mit Behinderung

 

Ein besonderes Programm stellt bei den öffentlichen Musikschulen im VdM die Arbeit mit Menschen mit Behinderung dar, die sich an den individuellen Möglichkeiten orientiert und somit eine ĂŒber das normale Maß hinausgehende Differenzierung erfordert. Ziel ist das gemeinsame ebenso wie das individuelle Musizieren. Die Arbeit in integrativen Gruppen steht hierbei gleichberechtigt neben behinderungsspezifischem Einzel- und Gruppenunterricht. Angebote fĂŒr Menschen mit Behinderung sind somit ein selbstverstĂ€ndlicher Teil des Auftrages öffentlicher Musikschulen.Weit mehr als jede zweite öffentliche Musikschule in Deutschland (63 Prozent) bietet Musikunterricht fĂŒr Menschen mit Behinderung an. Über 8.400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung erlernen ein Instrument und spielen in Ensembles oder Bands.

 

Der VdM bietet eine spezielle berufsbegleitende Ausbildung fĂŒr MusikschullehrkrĂ€fte, um sie fĂŒr die besonderen Erfordernisse mit körperlich und geistig behinderten Menschen zu qualifizieren: den Berufsbegleitenden Lehrgang „Instrumentalspiel mit Menschen mit Behinderung an Musikschulen” und den Orientierungskurs „Musik inklusiv – Praxisorientierte EinfĂŒhrung in eine PĂ€dagogik der Vielfalt“ an. Weitere Informationen dazu unter https://www.musikschulen.de/projekte/inklusion/menschen-mit-behinderung.  

MIXED UP: Wettbewerb für kreative Kooperationsprojekte startet am 15. Mai 2021

Der MIXED UP Wettbewerb zeichnet kreative Projekte und regelmĂ€ĂŸige Angebote Kultureller Bildung fĂŒr Kinder und Jugendliche aus, die durch ein Kooperationsteam oder in einem Netzwerk umgesetzt werden. Es werden drei Preise mit je 5.000 Euro vergeben. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2021.

 

MIXED UP setzt in seiner Neuauflage in diesem Jahr drei Wettbewerbsschwerpunkte: „Zusammen geht mehr“, „Unsere Themen, unsere BĂŒhne“ und „Auf ins Neue“. Damit zeichnet MIXED UP drei Projekte im Bereich Kunst, Kultur, Spiel oder Medien aus, die durch Kooperation ĂŒberzeugen, sich mit den Fragen und Interessen der jungen Generation auseinandersetzen oder experimentelle Methoden und zukunftsgewandte Fragen erörtern.

 

Teilnehmen können Kooperationsteams aus mindestens einer Organisation oder Einrichtung und Einzelpersonen – aus Kultur, Bildung und Jugendarbeit oder dem Sozialraum, z. B. Musikschulen, Jugendkulturzentren, Schulen, Kulturinstitutionen, KindertagesstĂ€tten, Jugendgruppen, KĂŒnstler, Kulturvereine, Elterninitiativen etc.

 

Der MIXED UP Wettbewerb wird von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) – dem Dachverband fĂŒr Kulturelle Bildung in Deutschland – und dem Bundesministerium fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ausgerichtet.

 

Weitere Informationen und das Bewerbungsformular sind zum Wettbewerbsstart am 15. Mai 2021 unter www.mixed-up-wettbewerb.de verfĂŒgbar.

 

Um ĂŒber den Wettbewerbsstart automatisch informiert zu werden, können Interessierte ihre E-Mail-Adresse in ein Formular eintragen: https://bkj.nu/361654.

Musikschulen stiften Gemeinschaft in schwieriger Zeit

Am 30. April 2021 veranstaltete der Landesverband der Musikschulen Baden-WĂŒrttembergs seine ordentliche Mitgliederversammlung 2021. Zum ersten Mal in seiner Geschichte musste diese aufgrund der pandemiebedingten KontaktbeschrĂ€nkungen vollstĂ€ndig online stattfinden. Rund 200 Teilnehmer verfolgten die Versammlung an den eigenen Bildschirmen, darunter zahlreiche GĂ€ste aus der Landespolitik, kommunale AmtstrĂ€ger sowie Verbandsvertreter aus den Bereichen Bildung und Kultur.

 

Corona-Krisenmanagement beherrscht die Verbandsarbeit | „Digitalpakt Musikschule“ gefordert

 

In ihren Grußworten wĂŒrdigten Kultusministerin Susanne Eisenmann, der Beigeordnete des Gemeindetags Baden-WĂŒrttemberg, Patrick Holl, sowie Ulrich Rademacher, Vorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen, die verlĂ€ssliche Bildungsarbeit der öffentlichen Musikschulen unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie. VerbandsprĂ€sidentin Marion Gentges betonte in ihrer Ansprache die gemeinschaftsstiftende Rolle der musikalischen Bildung: „Nach den Schulschließungen Mitte MĂ€rz letzten Jahres haben die Musikschullehrenden im Land bewiesen, dass sie mit KreativitĂ€t, Expertise und Mut zu Neuem auch aus der Distanz heraus die Grundversorgung ihrer SchĂŒler mit Musik gewĂ€hrleisten können. Es ist ihnen gelungen, so zumindest ansatzweise ein GefĂŒhl von Gemeinschaft zu vermitteln, das gerade Musik so unvergleichlich transportieren kann. Gleichwohl wird die persönliche Begegnung beim Musizieren und Musiklernen immer zu den StĂ€rken von Musikschule gehören, gar unverzichtbar bleiben. Gerade das Musizieren in Gemeinschaft mit anderen ist in den öffentlichen Musikschulen so selbstverstĂ€ndlich, dass dieser Verzicht in der momentanen Situation als schmerzlich, aber notwendig bewusst wird. Umso grĂ¶ĂŸer ist die Vorfreude auf das Musizieren in Orchestern, Bands und Chören in einer Zeit nach Corona.“

 

In seinem Rechenschaftsbericht blickte Friedrich-Koh Dolge, Vorsitzender des Landesverbandes, auf das intensive und konstruktive Arbeiten an pandemiegerechten Lösungen fĂŒr den Musikschulunterricht und Öffnungsperspektiven fĂŒr die außerschulischen Bildungseinrichtungen mit der Landespolitik und den Ministerien, den kommunalen LandesverbĂ€nden sowie den Partnern in der außerschulischen Bildung zurĂŒck. Gleichwohl öffnete er auch den Blick in die Zukunft nach der Pandemie: „Die öffentlichen Musikschulen haben so viel mehr zu bieten als Krisenmanagement. Wir möchten die musikalische Bildungslandschaft in Baden-WĂŒrttemberg weiterentwickeln“, so Dolge. Neben der möglichst zeitnahen RĂŒckkehr zum PrĂ€senzunterricht und der Sicherung einer auskömmlichen finanziellen Förderung der Musikschulen durch das Land strebt der Landesverband einen „Digitalpakt Musikschule“ an. „Wir haben gezeigt, dass Musikschulen auf der Höhe der Zeit, flexibel und entwicklungsfĂ€hig sind. Wenn aber auch nach dem Ende der Corona-Pandemie digitale Unterrichtsformate Bestandteil unserer Bildungsarbeit bleiben sollen, dann mĂŒssen Bund, Land und Kommunen mit einem gemeinsamen Finanzierungsprogramm den teilweise gravierenden Investitionsstau in BreitbandanschlĂŒsse, W-LAN und EndgerĂ€te vor Ort beheben“, forderte Dolge.

 

Höchste Ehrungen fĂŒr Christa Vossschulte und Erich Hacker

 

Im Anschluss an den politischen Teil der Mitgliederversammlung wurden Christa Vossschulte und Erich W. Hacker mit der Stamitz-Medaille des Landesverbandes ausgezeichnet. Die ehemalige LandtagsvizeprĂ€sidentin Christa Vossschulte erhielt die höchste Auszeichnung des Landesverbandes der Musikschulen Baden-WĂŒrttembergs fĂŒr ihre Verdienste um das Musikschulwesen in Baden-WĂŒrttemberg. Von 2009 bis 2019 vertrat sie als VerbandsprĂ€sidentin mit großem persönlichen Einsatz die Interessen der öffentlichen Musikschulen im SĂŒdwesten. Erich W. Hacker wurde fĂŒr seine Verdienste um die Internationale Musikschulakademie Kulturzentrum Schloss Kapfenburg und die öffentlichen Musikschulen in Baden-WĂŒrttemberg ausgezeichnet. Hacker, in den 90er Jahren Leiter der Musikschulen in Waldstetten und Gerstetten, war maßgeblich an der GrĂŒndung, dem Aufbau und der erfolgreichen Entwicklung des Proben-, Weiterbildungs- und Kulturzentrum auf Schloss Kapfenburg beteiligt und prĂ€gte als dessen GrĂŒndungsdirektor bis April 2021 das musikalische Geschehen in der Kultur- und Bildungsregion OstwĂŒrttemberg entscheidend mit.

 

Mit der Stamitz-Medaille zeichnet der Landesverband der Musikschulen Baden-WĂŒrttembergs Persönlichkeiten aus, die sich um das Musikschulwesen besonders verdient gemacht haben. Benannt ist die Medaille nach dem Musiker Johann Stamitz (1717-1757). Zu den bislang Ausgezeichneten gehören unter anderem die ehemaligen baden-wĂŒrttembergischen MinisterprĂ€sidenten Lothar SpĂ€th und Erwin Teufel sowie der MitbegrĂŒnder und langjĂ€hrige Dirigent des Landesjugendorchesters Baden-WĂŒrttemberg, Christoph Wyneken.

 

Neuer Vorstand des Landesverbandes | Gentges und Dolge als Verbandsspitze bestÀtigt

 

 

Der neu gewĂ€hlt Vorstand des Landesverbandes der Musikschulen Baden-WĂŒrttembergs

prÀsentierte sich am Ende der Online-Mitgliederversammlung gemeinsam vor den

zugeschalteten Mitgliedern und GĂ€sten. (Foto: LV Baden-WĂŒrttemberg)

Bei der turnusmĂ€ĂŸigen Neuwahl des Vorstandes, die als Online-Abstimmung durchgefĂŒhrt wurde, bestĂ€tigte die Mitgliederversammlung mit ĂŒberwĂ€ltigender Mehrheit Friedrich-Koh Dolge, Direktor der Stuttgarter Musikschule, im Amt des Vorsitzenden. Neuer Stellvertreter ist Bruno Seitz, Leiter der Musikschule Metzingen e.V. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind als Beisitzer die BĂŒrgermeister Wolfgang Faißt (Renningen), Georg Riedmann (Markdorf) und Dr. Joachim Wolf (Korntal-MĂŒnchingen), der neue Direktor der Internationalen Musikschulakademie Kulturzentrum Schloss Kapfenburg, Moritz von Woellwarth, sowie die Musikschulleiter Harald Hepner (Ravensburg), Rainer Kropf (Böblingen) Mathias Mundl (Winnenden), Michael Unger (Backnang), Bjoern Strangmann (Mannheim), Ellen Valerius (Sigmaringen) und Werner Hilpert (Waldshut-Tiengen).

 

Mit einem einstimmigen Stimmergebnis wurde zuvor Marion Gentges als PrĂ€sidentin das baden-wĂŒrttembergischen Musikschulverbandes wiedergewĂ€hlt. Die Landtagsabgeordnete ist seit 2019 im Amt. „Es ist eine Ehre, mich als PrĂ€sidentin fĂŒr die Belange der öffentlichen Musikschulen einsetzen zu können“, reagierte Gentges auf ihre Wiederwahl.

 

Der Landesverband der Musikschulen Baden-WĂŒrttembergs e.V. ist der TrĂ€ger- und Fachverband der nach dem Jugendbildungsgesetz anerkannten öffentlichen, gemeinnĂŒtzigen Musikschulen im SĂŒdwesten. Seine Mitgliedsschulen sind Mitglieder im Verband deutscher Musikschulen. Innerhalb diesem gehört der Landesverband zu den grĂ¶ĂŸten Landesorganisationen. Derzeit gehören dem Landesverband 213 Musikschulen an, die mit etwa 8.000 LehrkrĂ€ften ĂŒber 300.000 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine qualifizierte außerschulische musikalische Bildung vermitteln.

 

Deutscher Musikrat, DTKV und VdM begrüßen geplante Ausnahmeregelung der Künstlersozialkasse zu Nebeneinkünften aus freiberuflicher nichtkünstlerischer Arbeit

Aufgrund der Corona-Maßnahmen können freiberufliche Musikerinnen und Musiker seit MĂ€rz 2020 nur sehr eingeschrĂ€nkt in ihrem eigentlichen Beruf arbeiten. Doch die bisherigen Regelungen der KĂŒnstlersozialkasse (KSK) bringen Kreativschaffende in der Corona-Zeit in BedrĂ€ngnis, wenn diese temporĂ€r vorrangig in freiberuflichen nichtkĂŒnstlerischen Arbeitsbereichen ihren Lebensunterhalt verdienen: Ihnen droht der Verlust ihres Versicherungsschutzes. Der Deutsche Musikrat hat daher gemeinsam mit dem Deutschen TonkĂŒnstlerverband (DTKV) und dem Verband deutscher Musikschulen (VdM) Bundesarbeitsminister Hubertus Heil aufgefordert, ĂŒber eine Rechtsverordnung der KĂŒnstlersozialkasse kulantere Regelungen in Bezug auf Nebenverdienste zu ermöglichen.

 

Der Deutsche Musikrat und die beteiligten VerbĂ€nde begrĂŒĂŸen die nun erfolgte AnkĂŒndigung von Hubertus Heil, dass die Grenze fĂŒr Zuverdienste aus freiberuflicher nichtkĂŒnstlerischer TĂ€tigkeit fĂŒr in der KĂŒnstlersozialkasse Versicherte bis Ende 2022 von derzeit 450 Euro auf 1300 Euro im Monat angehoben werden soll. Bis zu diesem Betrag können Versicherte kĂŒnftig aus freiberuflicher nichtkĂŒnstlerischer Arbeit dazu verdienen, ohne ihren Kranken- und Pflegeversicherungsschutz in der KSK zu verlieren. Dies schafft mehr Sicherheit fĂŒr die Kreativschaffenden in einer Zeit, in der freiberufliche Musiker ohnehin stark belastet sind. Zudem soll der Abgabensatz zur KSK auch im Jahr 2022 stabil bei 4,2 Prozent gehalten werden, wofĂŒr – nach AnkĂŒndigung von Hubertus Heil –  Bundesmittel von insgesamt etwa 85 Millionen Euro an die KSK fließen sollen. Die VorschlĂ€ge von Hubertus Heil sollen im Mai verabschiedet werden.

14. Europäisches Musikfest der Jugend 2022 "Remix22"

Das14. EuropĂ€ische Musikfest der Jugend „Remix22“ wird von Luxemburg ausgerichtet und findet vom 26. bis 28. Mai 2022 in Esch-sur-Alzette statt.

 

Dazu anmelden können sich Ensembles von VdM-Musikschulen ĂŒber die Website des Festivals https://www.remix22.lu spĂ€testens bis zum 1. Juli 2021. Da nur ein begrenztes Platzkontingent fĂŒr jede Nation vorhanden ist, wird im Anschluss bis Anfang Oktober 2021 eine Auswahl der deutschen Ensembles, die zum Festival reisen werden, durch den VdM getroffen. FĂŒr Musikschulen aus angrenzenden VdM-LandesverbĂ€nden, wie dem Saarland, Rheinland-Pfalz, dem Nord-Westen Baden-WĂŒrttembergs, dem SĂŒd-Westen Nordrhein-Westfalens und SĂŒdhessen ist ggf. eine Teilnahme ohne Übernachtung möglich. Vor dem Hintergrund des begrenzten Platzkontingents bietet eine Teilnahme ohne Übernachtung eine zusĂ€tzliche Option, die die betreffenden Musikschulen bitte prĂŒfen. Ein entsprechendes Auswahlfeld ist im Online-Formular enthalten.

 

Es ist davon auszugehen, dass eine Förderung aus KJP-Mitteln kaum in Betracht kommt, da das Festival weder genĂŒgend Begegnungstage bietet noch ein Pre-Festival 2022 stattfindet.

 

Faltblatt zum EuropÀischen Musikfest der Jugend 2022 "Remix22"

 

Weitere Informationen unter https://www.remix22.lu

17. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) vom 18. bis 20. Mai 2021

Der digitale 17. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) findet vom 18. bis zum 20. Mai 2021 statt. Auch im digitalen Raum besteht der DJHT aus einer Fachmesse und einem Fachkongress. Seit dem 20. April 2021 können sich alle Besucherinnen und Besucher online fĂŒr die Veranstaltungen anmelden. Der Besuch aller Programmelemente ist kostenlos.

 

Im Rahmen des Fachkongresses finden rund 270 digitale Fachveranstaltungen der AGJ-Mitgliedsorganisationen und ihrer Kooperationspartner statt. Die Fachveranstaltungen spiegeln das gesamte Themenspektrum sowie die Vielfalt der Kinder- und Jugendhilfe wider. Besonders prĂ€sent sind dieses Mal die Themen ganztĂ€gige Bildung, Digitalisierung, politische Bildung, Care Leaver, Pflegekinderhilfe, Kinderschutz und Corona. DarĂŒber hinaus gibt es im Rahmen des Fachkongresses ein europĂ€isches Fachprogramm mit 32 Veranstaltungen. Das europĂ€ische Fachprogramm wird sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache stattfinden. Auch die Zuwendungsgeber des 17. DJHT – das Bundesjugendministerium, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Essen – werden das Programm mit insgesamt zwölf Veranstaltungen bereichern.

 

Der VdM ist mit zwei digitalen Fachveranstaltungen vertreten:
 

Inklusive MusikpĂ€dagogik. Praxisorientierte EinfĂŒhrung in eine PĂ€dagogik der Vielfalt als gesellschaftlicher Beitrag
Referent: Robert Wagner
19. Mai 2021, 14.00 bis 15.30 Uhr

https://www.jugendhilfetag.de/veranstaltungen/event/inklusive-musikpaedagogik-praxisorientierte-einfuehrung-in-eine-paedagogik-der-vielfalt-als-gesellschaftlicher-beitrag
 

Spektrum Musiktherapie in der Kinder- und Jugendhilfe
Referentinnen: Prof. Karin Barbara Holzwarth, Cordula Reiner-Wormit
20. Mai 2021, 14.00 bis 15.30 Uhr

https://www.jugendhilfetag.de/veranstaltungen/event/spektrum-musiktherapie-in-der-kinder-und-jugendhilfe
 

Das vollstÀndige Kongressprogramm mit rund 270 Veranstaltungen finden Sie unter: https://www.jugendhilfetag.de/veranstaltungen 

Die Anmeldung ist auf der Website des 17. DJHT unter www.jugendhilfetag.de/besucherinnen/registrierung möglich.

Nominierungen für den ?Medienpreis LEOPOLD ? Gute Musik für Kinder? mit neuem Sonderpreis ?Elementare Musikpraxis digital? bekannt gegeben

Die Nominierungen fĂŒr die 13. Runde im Medienpreis LEOPOLD – Gute Musik fĂŒr Kinder 2021 / 2022 des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) stehen fest. 151 Produktionen beteiligten sich diesmal am Wettbewerb, den der VdM mit UnterstĂŒtzung des Bundesministeriums fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchfĂŒhrt.

 

Neu dabei ist die Kategorie „Elementare Musikpraxis digital“, mit der erstmals beispielhafte Formen digital gestĂŒtzten Lernens in der Elementaren MusikpĂ€dagogik in den Blick genommen werden. Sechs BeitrĂ€ge sind hierfĂŒr nominiert. Zum zweiten Mal wird 2021 auch der Sonderpreis „LEOPOLD interaktiv“ an die Hersteller von Musikapps und Webseiten fĂŒr Kinder vergeben.

 

Auch die Nominierten in den traditionellen Wettbewerbsbereichen CD und DVD stehen nun fest: 16 Musikproduktionen dĂŒrfen sich hier Hoffnungen machen, bei der Preisverleihung am 24. September 2021 im Kölner Funkhaus des WDR mit dem renommierten Kinder-Medienpreis LEOPOLD ausgezeichnet zu werden. Bereits jetzt dĂŒrfen sie schon mit dem PrĂ€dikat „Empfohlen vom Verband deutscher Musikschulen“ werben und stehen damit auf der Hörmedien-Empfehlungsliste des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM).

 

Jury-Vorsitzender Reinhart von Gutzeit, Ehrenvorsitzender des VdM und ehemaliger Rektor der UniversitĂ€t Mozarteum Salzburg: „In dieser schwierigen Zeit, wo Familien und Kinder in nie gekannter Weise ans Haus gefesselt sind, können gute kindgerechte Hörmedien eine große Hilfe sein, um Zeit sinnvoll zu gestalten und Kontakt zu einer Außenwelt zu behalten, die Kindern und Jugendlichen hoffentlich bald wieder offen stehen wird. Darum ist der VdM als TrĂ€ger des Medienpreises LEOPOLD hoch erfreut, dass Autoren und Verlage auch unter den schwierigen gegenwĂ€rtigen Rahmenbedingungen viele Musikproduktionen realisiert haben, die man Kindern mit Freude in die Hand geben kann. Die Jury war von der kĂŒnstlerischen KreativitĂ€t und musikalischen QualitĂ€t vieler Produktionen außerordentlich angetan.“

 

Seit 1997 prĂ€miert der VdM alle zwei Jahre mit UnterstĂŒtzung des Bundesministeriums fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend besonders gelungene und hochwertige Musikproduktionen fĂŒr Kinder. Weitere Partner des LEOPOLD sind Kulturradio WDR3, Initiative Hören und die Forschungsstelle Appmusik der UniversitĂ€t der KĂŒnste Berlin.

 

Nominiert wurden in einem mehrstufigen Jury-Verfahren

 

– im Segment Musik-CDs und -DVDs fĂŒr den Medienpreis LEOPOLD – Gute Musik fĂŒr Kinder 2021 / 2022:

 

  • Annette Betz in der Ueberreuter Verlag GmbH: „Ritter Rost und das magische Buch – Musical fĂŒr Kinder“ (Buch mit CD – ab 4 Jahren)
  • CafĂ© Unterzucker: „Nenn mich nicht mehr HĂ€selein! CafĂ© Unterzucker spielt Tierlieder“ (CD – ab 5 Jahren)
  • Coviello Classics: „Die drei kleinen Schweinchen / König Karotte – OrchestermĂ€rchen fĂŒr Sprecher und Kammerorchester“ (CD – ab 5 Jahren)
  • Dabringhaus und Grimm Audiovision: „WUM und BUM und die Damen DING DONG – nach dem gleichnamigen Buch von Brigitte Werner“ (CD – 5 bis 10 Jahre)
  • Die Blindfische: „Hausmusik“ (CD – 5 bis 10 Jahre)
  • Edition SEE-IGEL: „Das tapfere Schneiderlein – Klassische Musik und Sprache“ (CD – ab 5 Jahren)
  • Edition SEE-IGEL: „DezemberpĂ€ckchen – Besondere Geschichten fĂŒr besondere Tage im Dezember“ (CD – ab 5 Jahren)
  • Ensemble Confettissimo: „Winter – Haselmaus trifft Winterfee“ (CD – FĂŒr die ganze Familie)
  • Helbling Verlag GmbH: „Die kleine Meerjungfrau” (CD – 5 bis 10 Jahre)
  • Hug Musikverlage: „Jin und die magische Melone – Eine musikalische Reise entlang der Seidenstrasse“ (Buch mit Downloadlink – ab 6 Jahren)
  • KALEIDOS Musikeditionen: „Paul Maar – BUNTERKUNT. Geschichten und Gedichte in Wort und Musik“ (CD – ab 8 Jahren)
  • Lauschelieder Boris Lau: „Drachenkind“ (CD – 0 bis 10 Jahre)
  • TARI TARO MUSIC: „Mambuso – RUMPELSTIL“ (CD – 3 bis 11 Jahre)
  • Universal Music GmbH / Family Entertainment: „BĂŒrger Lars Dietrich – Menschenskind“ (CD – FĂŒr die ganze Familie)
  • Universal Music GmbH / Family Entertainment: „Eule findet den Beat – mit GefĂŒhl“ (CD – FĂŒr die ganze Familie)
  • Universal Music GmbH / Family Entertainment: „Willy Astor – Der Zoo ist kein logischer Garten (Kindischer Ozean 2)“ (CD – FĂŒr die ganze Familie)

 

– fĂŒr den Sonderpreis LEOPOLD interaktiv fĂŒr Musikapps und Onlineformate 2021 / 2022:

 

  • A.MUSE – Interactive Design Studio: „Songs of Cultures – Sich in Musik, Kulturen & Sprachen verlieben mit Augmented Reality“ (Musikapp – 3 bis 8 Jahre)
  • Firstconcert Productions GmbH: „Tongo Zirkus App – Musik fĂŒr Kinder“ (Musikapp – 2 bis 8 Jahre)

 

– fĂŒr den neuen Sonderpreis Elementare Musikpraxis digital 2021 / 2022:

 

  • Clara-Schumann-Musikschule der Landeshauptstadt DĂŒsseldorf: „Videoproduktion der Fachgruppe EMP“ (Online-Videos – 2 bis 10 Jahre)
  • Laura Isabel Biastoch: „Laura’s Rhythmik-Koffer – Mitmach-Videos zum Singen, Bewegen, Spielen, Musizieren und Tanzen!“ (Online-Videos – 2 bis 6 Jahre)
  • Musikschule Bad Nauheim: „Musikschule fĂŒr Zuhause – Eltern-Kind-Musik und Musikalische FrĂŒherziehung fĂŒr Zuhause“ (Online-Video-Reihe – 2 bis 6 Jahre)
  • Musikschule der Landeshauptstadt Hannover: „Viren und Bakterien / Ein langweiliges Lied – Zwei Lieder zum Mitsingen und Mittanzen“ (Webseite – 4 bis 11 Jahre)
  • Musikschule der Stadt Bad Salzuflen: „Mucke.TV“ (Online-Video-Reihe – 2 bis 9 Jahre)
  • Ohrenspielerei Marie-Kristin Burger / Marie-Theres Richtsfeld: „Dodo auf der Suche nach der Musik – Ein musikalisches Hörspiel zum Mitmachen und Mitsingen“ (Online-Hörspiel – 5 bis 8 Jahre)

 

Der VdM ist Fachverband und bundesweites Netzwerk der TrĂ€ger von 933 öffentlichen Musikschulen an rund 4.000 Standorten flĂ€chendeckend in Deutschland. Mit rund 40.000 LehrkrĂ€ften werden ĂŒber 1,4 Millionen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler und ihre Familien erreicht.

 

Der Medienpreis LEOPOLD im Internet unter www.medienpreis-leopold.de.

Die kommentierte PreistrĂ€ger- und Empfehlungsliste erscheint im Oktober 2021 und kann bestellt werden beim VdM (Plittersdorfer Straße 93, 53173 Bonn, vdm( at )musikschulen.de).

 

 

Pressekontakt:

Claudia Wanner

Pressesprecher

Verband deutscher Musikschulen e.V.

Tel. 0228 / 95706-21                   

mobil 0171-7364487

presse( at )musikschulen.de

 

Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig verbessern

Bei einem virtuellen Parlamentarischen Abend am 24. MĂ€rz 2021, diskutierten die Programmpartner des Programms „Kultur macht stark. BĂŒndnisse fĂŒr Bildung“ mit Abgeordneten der BundestagsausschĂŒsse fĂŒr Bildung, Kultur und Jugend sowie Experten aus diesen Bereichen. FraktionsĂŒbergreifend bestand Konsens darĂŒber, die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen durch verlĂ€ssliche Bildungsangebote dauerhaft zu verbessern. DafĂŒr muss das erfolgreiche Bundesprogramm „Kultur macht stark“ unmittelbar nach 2022 fortgefĂŒhrt werden.

 

Durch die Pandemie hat sich die bestehende Bildungsungleichheit in Deutschland weiter verschĂ€rft: Kinder und Jugendliche, die in Risikolagen aufwachsen, benötigen zukĂŒnftig noch grĂ¶ĂŸere UnterstĂŒtzung durch zusĂ€tzliche Angebote der außerschulischen kulturellen Bildung. Gerade in ErgĂ€nzung zur schulischen Bildung FreirĂ€ume zu eröffnen, in denen sich Kinder und Jugendliche ausprobieren können, ist eine große StĂ€rke des Programms, die erhalten bleiben muss.

 

Das von bundesweit tĂ€tigen FachverbĂ€nden und Initiativen durchgefĂŒhrte Förderprogramm des Bundesministeriums fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) „Kultur macht stark“ schafft dank seiner großen Vielfalt zahlreiche ZugĂ€nge zu Kunst und Kultur und fördert gezielt die kreativen Ausdrucks- und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen. Solche Angebote werden durch die pandemiebedingte Bildungskrise wichtiger denn je. FĂŒr mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland muss das Engagement des Bundes langfristig gesichert werden. Damit Kinder und Jugendliche kontinuierlich kulturelle Bildungsangebote wahrnehmen können, muss die nahtlose Fortsetzung des Programms „Kultur macht stark“ gewĂ€hrleistet werden. Eine Unterbrechung der Förderung wĂŒrde zudem die lokalen Einrichtungen, Akteure und Strukturen, die den Erfolg des Programms garantieren, empfindlich schwĂ€chen. Dazu ist noch in dieser Legislaturperiode ein Beschluss des Bundestages notwendig, der dieses zentrale Ziel bildungspolitisch verbindlich fixiert.

 

Susanne Keuchel, Vorsitzende des Deutschen Kulturrates: „Die fraktionsĂŒbergreifend große UnterstĂŒtzung fĂŒr das Programm ‚Kultur macht stark‘ ist enorm wichtig, da es das explizite Ziel verfolgt, Teilhabe von Kindern und Jugendliche zu stĂ€rken, die aufgrund ihrer sozialen Lage kaum von außerschulischen kulturellen Bildungsangeboten erreicht werden. Da die Pandemie Bildungsungleichheiten noch einmal verschĂ€rft hat, ist es fĂŒr die betroffenen Kinder und Jugendliche wichtig, die Fortsetzung des Programms bereits jetzt verbindlich zu regeln, so dass keine FörderlĂŒcken entstehen. Ziel einer dritten Förderphase sollte es sein, die Projekte noch stĂ€rker innerhalb der lokalen Bildungslandschaften zu verankern, um langfristige Synergieeffekte zu ermöglichen. Als neue Programmatik sollte das Ziel verfolgt werden, mehr milieuĂŒbergreifende Begegnungen im Sinne des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu ermöglichen und das Programm zugleich auch fĂŒr Kinder und Jugendliche mit BeeintrĂ€chtigungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention zu öffnen.“

 

Ulrich Rademacher, Bundesvorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM): „Kunst und Kultur sind als elementare Bestandteile des Menschseins prĂ€gende Grundlagen fĂŒr das gesellschaftliche Zusammenleben. Das Förderprogramm „Kultur macht stark“ hat sich zum Ziel gesetzt, allen Kindern und Jugendlichen die kulturelle Teilhabe durch diskriminierungsfreie, freiwillige Angebote zu ermöglichen. Die Selbstbestimmung jedes Einzelnen sowie eine innere und Ă€ußere Barrierefreiheit sind zu gewĂ€hrleisten. Vielfalt und HeterogenitĂ€t erkennen und nutzen wir als Chance und stellen dabei den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt.“

 

Der VdM ist von Beginn an Programmpartner des Bundesprogramms „Kultur macht stark. BĂŒndnisse fĂŒr Bildung“. Bereits seit 2013 wurden Musikschulen mit ihren BĂŒndnispartnern ĂŒber das Konzept „MusikLeben!“ des VdM gefördert. Über 250 Musikschulen mit mehr als 2.000 BĂŒndnispartnern haben dabei deutschlandweit bisher mitgemacht und rund 2.500 musikpĂ€dagogische Bildungsmaßnahmen fĂŒr ĂŒber 75.000 Kinder und Jugendliche durchgefĂŒhrt.

Deutscher Musikrat, DTKV, VdM und DKV fordern Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Klärung offener Fragen in Bezug auf ?NEUSTART KULTUR?-Stipendien auf

Im Rahmen des Konjunkturprogramms „NEUSTART KULTUR“ wurden zahlreiche Stipendien an freischaffende KĂŒnstler vergeben. Allerdings wurden einige Details in Bezug auf den Status der Stipendien bei der KĂŒnstlersozialkasse (KSK) bisher nicht abschließend geklĂ€rt und mĂŒssen per Erlass vom Bundesfinanzministerium und Bundesarbeitsministerium festgelegt werden.

 

Hierzu Christian Höppner, GeneralsekretĂ€r des Deutschen Musikrates: „Der Deutsche Musikrat fordert gemeinsam mit dem Deutschen TonkĂŒnstlerverband (DTKV), dem Verband deutscher Musikschulen (VdM) und dem Deutschen Komponistenverband (DKV) Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil auf, die aus den Corona-ÜberbrĂŒckungshilfen ausgezahlten Stipendien fĂŒr die EmpfĂ€nger bis zum 31. Dezember 2022 generell steuerfrei zu stellen. Bei der KSK mĂŒssen die Stipendien als Einkommen behandelt werden, dĂŒrfen aber nicht beitragspflichtig sein, denn die Stipendien dĂŒrfen in ihrer Corona-bedingten ÜberbrĂŒckungswirkung nicht durch zusĂ€tzliche Abgaben marginalisiert werden. Die KSK-Abgabefreiheit fĂŒr die im öffentlichen Auftrag ausreichenden Organisationen fĂŒr diesen Zeitraum ist dabei sicherzustellen.

Zudem sollten bis zum Ende der pandemiebedingten EinschrĂ€nkungen im Kulturbereich KSK-Versicherte nicht-kĂŒnstlerische selbststĂ€ndige TĂ€tigkeiten ausnahmsweise auch ĂŒber der GeringfĂŒgigkeitsgrenze ausĂŒben dĂŒrfen, ohne ihren Versicherungsschutz zu verlieren.“

 

Das durchschnittliche Jahreseinkommen der KSK-Versicherten im Bereich Musik lag zum 1. Januar 2021 bei 13.085 Euro. Dies macht deutlich, in welch prekĂ€ren Situation sich zahlreiche Kreativschaffende befinden. Eine KSK-Beitragspflicht auf „NEUSTART KULTUR“-Stipendien wĂŒrde fĂŒr diese Zielgruppe große sozioökonomische Nachteile mit sich bringen. Stipendien sollten aber bei der KSK als Einkommen aus kĂŒnstlerischer TĂ€tigkeit anerkannt werden und somit in die Berechnung etwa von Rentenpunkten der Versicherten und zukĂŒnftigen ÜberbrĂŒckungshilfen einfließen. Der DMR fordert zudem eine Ausnahmeregelung in Bezug auf EinkĂŒnfte aus nicht-kĂŒnstlerischer TĂ€tigkeit fĂŒr KSK-Versicherte, bis die Folgen der Pandemie abgeklungen sind. Denn Musiker, die derzeit aufgrund der Corona-Maßnahmen in ihrem eigentlichen Beruf nicht oder nur sehr eingeschrĂ€nkt arbeiten können und daher ĂŒbergangsweise in freiberuflicher nichtkĂŒnstlerischer TĂ€tigkeit mehr als geringfĂŒgig Geld verdienen, sind vom Ausschluss aus der KSK bedroht.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren